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Katholische Kirche Hl. Kreuz Analog zur Ortsgeschichte werden auch die kirchlichen Anfänge in fränkischer Zeit vermutet. Das
Prümer Urbar nennt 893 einen Priester, im Liber valoris ist Keyenberg um 1300 als Pfarre genannt. 1330 wurde sie dem Kölner Stift Maria im Kapitol inkorporiert, das bis zu seiner Aufhebung die Pfarrer stellte. Eine
Kirche aus dem 11. Jh. (im Denkmälerinventar 1904 noch ausführlich beschrieben) wurde 1913 abgebrochen, als man einen 1866 mit Chor und Querhaus begonnenen Neubau durch Langhaus und Turm vollendete (Entwurf 1866:
Friedrich von Schmidt, Kölner und später Wiener Dombaumeister, 1912/13 abgeändert durch Heinrich Renard). – Dreischiffige neugotische Backsteinhallenkirche mit seitlich angestelltem Turm i. SW, die Chorjoche
begleitet von fünfseitigen Kapellen. Von der Ausstattung bemerkenswert v.a. eine roman. Weiheinschrift-Tafel (11. Jh.?) sowie eine Glocke von 1455, mehrere Grabplatten (17./18. Jh.) u. Holzbildwerke (16. Jh.),
außerdem neugotische Altäre u. Stahlhuth-Orgel (1886). In der Außenwand d. Kirche eine Grabplatte d. Fam. Zours v. 1662 eingemauert. Lit.: Heinz Dohmen: Kirchenbauten des
Erftraumes im 19. Jahrhundert. Diss. Aachen 1974, S. 165f.; HBA, S. 666f.; Dehio, S. 544; Mackes, S. 354-377; Wilhelm Corsten: Die Weihinschrift in Keyenberg. In: HK 1969, S. 133f.; Carl-Wilhelm Clasen: Pfarrer
Hammels und der Neubau der katholischen Kirche in Keyenberg. In: HK 1970, S. 74-89; Holzskulptur, Nr. 39-42; Glocken, S. 74-79, 139; Orgelgutachten, F.J. Vogt 1990, im Archiv d. RhAD; Kleindenkmäler, S. 182
(Grabplatte Zours). – Alte Kirche: KD, S. 319-322; Vorromanische Kirchenbauten. Bearb.: Friedrich Ostwald u.a., München 1966ff., S. 136; Kubach/Verbeek, S. 457f. – Denkmalpflegeberichte: JRD 25 (1965), S. 98; JRD 34
(1992), S. 206f.
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Haus Keyenberg (Zum Riet) Möglicherweise überliefert Haus Keyenberg den Standort des befestigten Prümer Herrenhofes. Im 12. Jh. war es Sitz eines gleichnamigen Geschlechts, vom 16.-18. Jh.
landtagfähiges Rittergut. Im Laufe seiner Geschichte war es in Besitz zahlreicher Familien, u.a. im 16./17. Jh. derer von Zours. 1832 Verkauf an die Bürgermeisterfamilie Velder, deren Nachfahren es heute noch
besitzen. – Zweiteilige Wasserburganlage, das zweiflügelige Herrenhaus mit vorspringendem Eckturm nach Einsturz 1657 durch die von Hanxler neu errichtet (Vorgängerbauten sind archäologisch erschlossen), die Vorburg
bildet ein unregelmäßiges Fünfeck. Lit.: Dehio, S. 544; Mackes, S. 149-158 (s.a.: HK-Heinsberg 1978, S. 49-54); Georg Senker: Die Motte Keyenberg. In: HK-Heinsberg 1980, S.
21-23; Lehmann, S. 59-69.
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An St. Kreuz 1, Alte Schule Zweigeschossiges Backsteingebäude aus der 1. H. d. 19. Jh., sieben Achsen breit gelagert mit flachem Dreieckgiebel über Mittelrisalit, Krüppelwalmdach, Türgewände u.
Fensterbänke aus Blaustein. Lit.: Mackes, S. 437-441; Volksschulen, S. 173-186. – Denkmalpflegebericht: JRD 34 (1992), S. 206, 208.
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An St. Kreuz 6 Dreiflügelige Hofanlage (um 1800?), Fachwerk und Backstein, z.T. verputzt.
Foto aus: RAD Listenarchiv (1981)
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An St. Kreuz 10, Pfarrhaus Zweigeschossiges Backsteinhaus, erbaut 1860/61, über der Tür Tafel mit Chronogramm, im Giebel e. Nische mit Marienfigur. Lit.: Kleindenkmäler, S. 181 (Marienfigur).
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Holzweiler Str. 22, 38 Zwei Fachwerk-Giebelhäuser aus dem 17. Jh., die Fassaden verputzt (Nr. 22) bzw. im EG backsteinverkleidet (Nr. 38).
Foto: Holzweiler Str. 38
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Holzweiler Str. 31, 33, 35, 37/39 Straßenraumprägende Abfolge von Backsteinhofanlagen aus dem 19. Jh., mit zweigeschossigen traufständigen Wohnhäusern und Durchfahrten. Bei Nr. 31 nur die Fassade erh.,
Nr. 37/39 (Ringelkamps- od. Helpensteinhof, dat. 1863) mit neugotischen Zierelementen u. Treppengiebel am mittigen Zwerchhaus. Gegenüber Reste einer parkähnlichen Gartenanlage m. Einfriedung. Lit.: Mackes, S. 169.
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Keyenberger Markt 11, Claessen- od. Schmitzhof Große geschlossene Hofanlage in ortsbildprägender zentraler Lage, vor 1832 im Besitz d. Fam. Velder, davor im 18. Jh. der Fam. Claessen. Die heutigen
Gebäude dat. 1819, nach außen backsteinsichtig m. Blausteingewänden. Lit.: Mackes, S. 167-169; Lehmann, S. 84f.
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Plektrudisstr. 29 Hofanlage am Rande des Ortes, in Ankersplinten dat. 178...
Foto aus: RAD Listenarchiv (1975)
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Kleindenkmäler:
I. Borschemicher Str., Wegekreuz, 1852, bemalter Blaustein mit Korpus und Sockelnische; II. Holzweiler Str. / Keyenberger Markt, Wegekreuz („Marktkreuz“), Holzkreuz mit Metallkorpus auf fialenartigem Unterbau (1865/1955); III. Holzweiler Str. / Poststr., Natursteinkreuz m. Metallkorpus in schmiedeeiserner Umfriedung (1909); IV. Holzweiler Str. (L 112, außerhalb d. Ortes), aus Werksteinen zusammengesetztes Heiligenhäuschen aus dem 18. Jh.; V. Heiligenhäuschen (Kirchhof): In die Kirchhofmauer eingebaut ein verputztes Heiligenhäuschen vom Ende d. 19. Jh. – Nicht in die Denkmalliste eingetragen ist das Kriegerehrenmal (1934/56) vor dem Pfarrhaus.
Lit.: Kleindenkmäler, S. 170-173, 180f
Foto: Heiligenhäuschen (Kirchhof).
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