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Kath. Kirche St. Martin Die Ursprünge einer Kirche in Borschemich liegen im Dunkeln, möglicherweise wurde sie schon in fränkischer Zeit (als Kapelle des Königsgutes) von Keyenberg
aus gegründet. Eine ab 1758 weitgehend neu erbaute Kirche, die aber noch einen Turm des romanischen Vorgängers (12. Jh.) besaß und beim heutigen Friedhof stand, wurde 1913 abgebrochen, nachdem 1906/07 an neuer
Stelle ein Neubau in spätgotischen Formen nach Entwurf des Kölner Diözesanbaumeisters Heinrich Renard errichtet worden war. – Einschiffige Backsteinkirche zu drei kreuzgratgewölbten Jochen mit eingezogenem,
dreiseitig geschlossenem Chor; asymmetrisch angeordneter Westturm. Ältestes Ausstattungsstück ist eine Glocke aus dem Jahr 1464 (eine weitere, kleinere aus 1583). Hinter der Kirche wurde ein bemerkenswerter Park
angelegt, mit Lourdes-, Kalvarien- und Kriegerehrenmal-Grotte (1921/22; J. Krämer, Godesberg) sowie Martinusdenkmal (1936). Lit.: HBA, S. 646; Mackes, S. 338-345; Glocken, S.
15-18, 111f.; Kleindenkmäler, S. 160-163 (Parkanlage). – Alte Kirche: KD, S. 269f.; Kubach/Verbeek, S. 137.
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Haus Paland (St.-Martinus-Str.) Ehemals zweiteilige Wasserburganlage, deren Gräben von der Köhm gespeist wurden. Ursprünglich wohl Stammsitz eines Mitte d. 12. Jh. erstmals erwähnten Rittergeschlechtes.
Nach Zwischenstationen kam das Haus ab 1584 an die Familie von Paland; die heutigen Bauten sind wohl im Anschluss an schwere Kriegszerstörungen 1586 errichtet worden. 1837 Verkauf an die bürgerliche Familie Lörkens.
– Erhalten ist eine backsteinsichtige Dreiflügelanlage aus zweigeschossigem Haupt-Wohngebäude im Süden, mit geschweiften und getreppen Giebeln und einem Eckturm, einem östlichen Torhaus (17. Jh.) und einem
kleineren, eventuell noch vor 1600 datierenden Wohnhaus mit Treppengiebel im Norden. Die Vorburg nur noch in Bodenspuren überliefert. Lit.: KD, S. 270-272; Mackes, S. 103-116;
Walter Föhl: Feste Häuser wie Haus Borschemich und Haus Beeck. In: HK 1968, S. 96-102. – Denkmalpflegeberichte: JRD 19 (1951), S. 59; JRD 21 (1957), S. 191; JRD 39 (2004), S. 244.
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Alter Kirchweg, Friedhof Der Friedhof war ehemals Kirchhof und überliefert so auch den Standort der alten Kirche. Er wurde im 19. u. 20. Jh. mehrmals neu gestaltet und ist wegen der zahlreichen auf ihm
vorhandenen alten Grabsteine des 17.-19. Jh. als Denkmal geschützt. Hervorzuheben sind u.a. die Grabstelen der Familie Lörkens (der rechte sign. „W. Richartz, in Cöln“) und die 13 in die Umfassungsmauer
eingelassenen, spitzgiebligen Kreuzweg-Stationshäuschen mit Muschelkalkreliefs, entstanden wohl nach 1850. Am Treppenaufgang sind zudem ein Portalstein der alten Kirche (1451) und ein Grabstein von 1609 eingemauert.
Lit.: Kleindenkmäler, S. 165-168.
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Marienstiftstr. 9, ehem. Kloster Den laut Ankersplinten 1688 errichteten Bauernhof stifteten seine letzten bäuerlichen Besitzer, Laurenz Lörkens u. Frau, um 1910/20 der Kirche. Bis in die 1970er Jahre
wurde hier von Cellitinnen ein St. Josefskloster geführt, das sich insbesondere der Krankenpflege widmete. Anschließend Jugendhaus des Bistums Aachen. – Zur Straße zweigeschossiges Wohnhaus mit weiß geschlämmter
Backsteinfassade, z.T. noch Holzblockrahmen an den Fenstern. Die Anbauten des 20. Jh. sind nicht Teil des Denkmals. Lit.: JRD 25 (1965), S. 97 (Denkmalpflegebericht); Kleindenkmäler, S. 157 (Josefsstatue).
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Marienstiftstr. 10 Hofanlage mit zweigeschossigem Wohnhaus, Toreinfahrt mit Fachwerk; im Inneren des Hauses ältere Ausstattung erhalten, u.a. Bodenfliesen aus der abgebrochenen alten Kirche.
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Marienstiftstr. 23, Pfarrhaus 1839 errichtetes zweigeschossiges Pfarrhaus mit niedrigeren Flügelanbauten an beiden Seiten und doppelläufiger Treppe vor der Eingangstür. Lit.: HBA, S. 647.
Foto aus: RAD Listenarchiv (1975)
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Schöffenstr. 1, 5 Zwei benachbarte vierflügelige Backsteinhöfe mit zweigeschossigen Wohnhäusern, die wesentlich zum geschlossenen Raumeindruck am Anfang der Schöffenstraße beitragen; die Torkeilsteine
tragen die Daten 1863 bzw. 1862, Nr. 5 ist als Hofstelle aber bereits in der Tranchot-Karte verzeichnet.
Foto aus: RAD Listenarchiv (1975)
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St.-Martinus-Str. 2, 13, 26, 53 Mehrflügelige Hofanlagen, deren Gebäude überwiegend aus dem 19. Jh. stammen, mit zweigeschossigen Wohnhäusern und seitlich anschließenden Toreinfahrten direkt an der
Straße; Nr. 2 in markanter Ecklage und mit Putzfassade, Nr. 26 weiß geschlämmt, die beiden anderen backsteinsichtig; Türgewände und Fensterbänke der Wohnhäuser z.T. in Blaustein
Foto: St.-Martinus-Str. 2 u. Wegekreuz Marienstiftstr. / St.-Martinus-Str.
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Kleindenkmäler:
I. Marienstiftstr. / Ecke St.-Martinus-Str., Wegekreuz: weiß gefasstes neugotisches Werksteinkreuz mit floralem Schmuck, in schmiedeeiserner Umfriedung. Gestiftet 1880 von Wilh. Th. Lörkens u. Frau, hergestellt von Bildhauer Wilhelm Reusteck, Köln. II. St.-Martinus-Str. / Ecke Otzenrather Str., Wegekreuz: Sandsteinkreuz auf einer Stufenanlage mit schmiedeeiserner Einfriedung, die Inschrift ist als Chronogramm zu lesen (1886). III. Fußfallstationen: In der Parkanlage zwischen neuer Kirche und Haus Paland stehen seit 1918 fünf (von ehemals sieben), aus der Feldflur hierhin verbrachte Fußfälle aus dem 18. Jh., aus Blaustein in Stelenform mit halbkreisförmigem Kopf, darin Inschriften und flache Reliefs.
Lit.: Kleindenkmäler, S. 153f., 158f.
Foto: Fußfallstation (im Hintergrund Haus Paland)
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