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Zettelkasten: Architekten im 20. Jahrhundert
Kurzbiografien aus dem Buch Heimatschutzarchitektur im Wiederaufbau des Rheinlandes (M. Kieser, Köln 1998) - unter “Quelle” genannte Kurztitel beziehen sich auf das Literaturverzeichnis im Buch Stand: 1998 - Aktualisierungen und weitere Biografien werden schrittweise eingepflegt
Wolfgang Bangert (1901-1973) Geb. in Berlin; Architektur- und Städtebaustudium 1920-24 an der TH Charlottenburg (H. Jansen, H. Poelzig); 1924-33 städtebauliche Tätigkeit bei den
Stadtverwaltungen Velten-Hennigsdorf b. Berlin (Bautätigkeit d. AEG), Frankfurt a. M. (Mitarbeiter Ernst Mays bei den Siedlungen Römerstadt, Praunheim, Westhausen) und Köln (Gesamtplanung für das rechtsrheinische
Stadtgebiet, Denkschrift über die Entwicklung des Kölner Raums mit Eugen Blanck); 1933 Teilnahme an der CIAM-Tagung in Athen; 1933-45 städtischer Baurat in Krefeld, Leiter von Stadtplanungsamt, Siedlungsamt und Bauberatung
(Wirtschaftsplan, Generalbebauungsplan, Generalverkehrsplan, Bebauungspläne für das Kleinsiedlungsprogramm der Stadt in Bockum, Linn und Forstwald); 1936 Promotion bei G. Feder (TH Berlin) mit einer Dissertation über die
Stadtplanung in Frankfurt a. M. im 19. und 20.Jh.; 1945-48 freier Architekt, Ortsplanungen für Korbach, Arolsen, Mengeringhausen in Waldeck; 1948-49 wieder städtischer Baurat in Krefeld, Aufstellung des Neuordnungsplanes für
die Innenstadt, Ausstellung „Krefeld im Aufbau“; ab 1949 Stadtbaurat in Kassel, Leiter des gesamten städtischen Bauwesens (Neuaufstellung der Generalplanung, Planung und Durchführung des Innenstadt-Wiederaufbaus, 1953-55
Durchführung der Bundesgartenschau). Vorsitzender des Bauausschusses des hessischen Städtetages, der Landesgruppe Hessen / Rheinland-Pfalz / Saarland der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung,
BDA-Ehrenmitglied, Mitglied des Bauausschusses des Deutschen Städtetages und des Präsidiums der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung.
Quelle: Deutsche Bauzeitschrift 9 1961, S.1758; Die Bauverwaltung 46 1973, S.267.
Friedrich (Fritz) Becker (1882-1973) Geb. in Worms; Architekturstudium an TH Darmstadt und TH München (F. v. Thiersch, K.
Hocheder); 1904/05 Mitarbeiter von Prof. Karl Roth am Rathaus Dresden; 1908 Regierungsbauführer im hessischen Staatsdienst; bis 1912 städtische Hochbauämter Darmstadt und Dresden; 1912 Professur an der Kunstgewerbeschule
Düsseldorf, 1919-47 an der Kunstakademie Düsseldorf; 1923-29 Bürogemeinschaft mit Erich Kutzner; 1945 Aufgabe des eigenen Ateliers. Wichtige Bauten: Wohn- und Landhäuser; Düsseldorf, Mustersiedlungshäuser der
„Gesolei“-Ausstellung 1926; Düsseldorf, Nordpark-Gartenhalle (1937); Mönchengladbach-Hardt, Jugendherberge (1938); Düsseldorf-Wersten, Volksschule (1938). Quelle: Busch 1993, S.251f.
Justinus Bendermacher (1905-1994)
Geb. in Wittlich; Architekturstudium an der RWTH Aachen (Gruber, Veil, von Schöfer, Karlinger); 1938 kurzfristig Kreisbaumeister in Daun; 1943 Dissertation „Die dörflichen Hausformen der Nordeifel und ihre Beziehung
zu Landschaft und Baustoffvorkommen“; freischaffender Architekt und Ortsplaner; Baupflege im Werkvertrag mit dem Landeskonservator Rheinland; Mitarbeit in verschiedenen Funktionen im RVDH/L; in den sechziger Jahren
Dorfinventarisation; Gutachten zu Problemen des landwirtschaftlichen Bauwesens (ALB) und zum Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ („Dörfchen, Dörfchen auf dem Land...“, Siegburg 1977).
Quelle: Rheinische Heimatpflege N.F. 22 1985, S.308f., (Würdigung zum 80. Geb., verf. v. Rolf Robischon).
Willi Berres (1910-1974) Geb. in Wuppertal; nach der Schule dreijährige Schreinerlehre;
Architekturstudium an der Baugewerkschule Wuppertal; 1936 Anstellung als Betriebsarchitekt der Firma Stamm in (Schleiden-) Oberhausen, während des Westwallbaus zur Errichtung von Bauten für die Wehrmacht abkommandiert;
Kriegsdienst; ab 1945 freier Architekt in Schleiden; zahlreiche öffentliche Bauten (v.a. Schulen, Zollhäuser) und Wohnbauten im Raum Schleiden und Aachen; Mitglied der Aachener „Vereinigung freischaffender Architekten“,
neben praktischer Arbeit Studien zu einem Buch über die Verwendung von Kunststoffen am Bau (nicht fertiggestellt). Wichtige Bauten: Kall, Rathaus; Udenbreth, Kath. Volksschule; Udenbreth, Kath. Jugendheim; Kronenburg, Kath.
Volksschule, Erweiterungsbau; Schmidtheim, Kath. Volksschule; Baasem, Kath. Volksschule; Kronenburg, Landschulheim der Stadt Bonn; Harperscheid, ehem. Amtsgebäude; Schleiden, Dürener Bank (heute: Dresdner Bank); Euskirchen,
Dürener Bank am Bahnhof (heute: Dresdner Bank); Zollhäuser in Losheimer Graben, Bildgen, Roetgen; Kirchen: Berk, St. Brictus (Erweiterung 1954); Schleiden, Ev. Kirche, Restaurierung; Kronenburg, Umlegung und Sanierung des
alten Friedhofes mit Errichtung einer neuen Kapelle; Harperscheid, Ev.Kirche, Restaurierung; Zahlreiche Wohn- und Siedlungsbauten. Quelle: Mdl. Auskunft Irmgard und Wolf-Rüdiger Berres, Schleiden, 14.7.1993.
Eugen Blanck (1901-1980)
Geb. in Köln; Architekturausbildung 1919-22 an der Ingenieurschule Köln, 1922-24 Kunstgewerbeschule Köln; 1924-26 Mitarbeiter Martin Elsaessers in Köln; 1926-29 Hochbauamt Frankfurt a. M. (Ernst May); 1929/30
Spezialbearbeiter des Siedlungs- und Wohnungswesens im Hochbauamt Köln, gleichzeitig weiterhin enge Kontakte nach Frankfurt (Reinhold Niemeyer); 1931-35 freischaffend; 1935/36 Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt Berlin,
1936/37 Reichsluftfahrtministerium; 1938-42 Leiter der Städtebauabteilung bei der Landesplanung Brandenburg (vermittelt von Niemeyer); 1940-44 Planungskommission für Prag; 1944-46 freischaffend (u. a. Vorbereitung des
Wiederaufbaus der Stadt Essen); nach 1945 in Köln kommunalpolitisch aktiv (Stadtverordneter, Mitglied des Hauptausschusses), Vorsitzender der Planungskommission der Wiederaufbaugesellschaft; 1946-48 Stadtrat für Bauwesen in
Frankfurt am Main; ab 1948 freischaffender Architekt in Bonn (mit Walter Kratz) und Köln. Wichtige Bauten: Frankfurt, Siedlung Westhausen (mit May u. a.); Frankfurt, Wiederaufbau und Umgestaltung der Paulskirche (mit
Schwarz, Krahn, Schaupp); Bonn, div. Wohnungsbauten (in Arbeitsgemeinschaft m. Walter Kratz), u. a. Siedlung Endenicher Straße; Köln, Polizeipräsidium; Düsseldorf, Versicherungsgebäude am Kirchplatz (mit Schwippert und
Riphahn). Quelle: Durth / Gutschow 1988, S.516.
Hanns Bökels (1891-1965) Geb. in Düsseldorf; Architekturstudium an der Kunstakademie Düsseldorf sowie 4 Semester an der TH Stuttgart; seit 1927 freier
Architekt in Düsseldorf (zunächst gemeinsam mit Otto Biskaborn). Wichtige Bauten: Bis 1945: Düsseldorf, Umbau Verbandsheim des Deutschnationalen Handwerksgehilfenverbandes; Düsseldorf, Landesfinanzamt und
Polizeipräsidium Fürstenwall; (Duisburg-) Homberg, Altenheim; (Solingen-) Burg, Jugendherberge; Düsseldorf, Siedlerschule Wilhelm-Gustloff-Kleinsiedlung. – Nach 1945: Teilnahme an zahlreichen Wettbewerben (u. a. 1.Preis
NRW-Kleinwohnungswettbewerb 1948; weitere Wettbewerbsteilnahmen 1948: Dorsten, Stadtteil Am Lippetor 1948; Kleve, Fischmarkt; Krefeld, Innenstadtplanung; Duisburg-Ruhrort, Schifferbörse); Beratung des Rheinischen
Jugendherbergswerks, Planung der Jugendherbergen Münstereifel-Rodert, Honnef, Burg; Düsseldorf, Aschenbachstr. 20 (Bürogebäude der Berufsgenossenschaft der Gas- und Wasserwerke); Düsseldorf-Gerresheim, Wohnhaus Pfeiferstr.
52. Quelle: Mdl. Auskunft Marianne Bökels, Düsseldorf; BDA Düsseldorf; Bauwarte 1929, H.24/25, (Sonderdruck).
Max Büge (1892-1978) Geb. in Stralkowo (Kreis. Wreschen); Jugend in Stettin;
Architekturstudium an der TH Berlin, Examen nach Kriegsunterbrechung 1919; 1921 Große Staatsprüfung, danach Tätigkeit in der Preußischen Staatshochbauverwaltung: 1925-32 Preußisches Ministerium für Volkswohlfahrt, 1932-35
Preußisches Ministerium für Wirtschaft und Arbeit (u. a. Beschäftigung mit Kleinsiedlungswesen); 1935-45 Reichsarbeitsministerium, zuletzt als Ministerialrat, Mitverfasser der Baugestaltungsverordnung 1936; Mitarbeiter des
AK Baugestaltung; 1948-51 Städtischer Baudirektor Frankfurt a. M.; 1951 bis zum Eintritt in den Ruhestand im Wiederaufbauministerium Nordrhein-Westfalen, zuletzt als Ministerialdirigent; Preisrichter bei zahlreichen
Wettbewerben. Wichtige Publikationen: Fragen der Baugestaltung. Eine Erörterung der neuen reichsrechtlichen Vorschriften, in: Zentralblatt der Bauverwaltung 58 1938, S.21-24; Büge / Zinkahn 1952.
Quelle: Die Bauverwaltung 51 1978, S.78 u. S.277, (Nachruf).
Peter Dierichsweiler (1892-1966) Steinmetzlehre in Würzburg, Architekturstudium an der Kunstgewerbeschule Düsseldorf (Kreis) und an der
Kunstakademie Düsseldorf (Becker); preisgekrönter Entwurf im Düsseldorfer Rathauswettbewerb 1924, daraufhin Anstellung im städtischen Hochbauamt (bis 1953), z. T. als Leiter desselben. Nach 1953 freier Architekt in
Düsseldorf / Büderich. Wichtige Bauten: Im Hochbauamt Düsseldorf beteiligt bei: Rheinstadion, Eisstadion, Großmarkt, Um- und Wiederaufbau Schnellenburg, Pathologisches Institut, Schule Golzheimer Heide, Schule Kalkumer
Straße, „Helene-Lange-Schule“, Robert-Schumann-Saal; als freier Architekt nach Wettbewerbserfolgen: Jugendherbergen Kleve, Nettetal-Hinsbeck, Wipperfürth; Duisburg, Unfallkrankenhaus; künstler. Berater i. Kuratorium d.
Marienhospitals Düsseldorf (Schwesternwohnheim Stockkampstr. / Prinz-Georg-Str). Quelle: Düsseldorfer Nachrichten 22.3.1966, (Nachruf).
Nikolaus Ehlen (1886-1965) Geb. in Graach / Mosel; Sohn eines
Weinbauern; 1909 Abitur in Trier; 1909/10 Priesterseminar Trier, ab 1910 Studium in Münster (Mathematik, Physik, Chemie, Philosophie), 1914 Staatsexamen für das höhere Lehramt, Promotion über „Die Erkenntnis der
Außenwelt bei Theodor Lipps“; Engagement in der (kath.) Jugendbewegung (Studentenschaft, Wandervogel); 1916-18 Soldat, danach bekennender Pazifist; ab 1915 Herausgabe der Zeitschrift „Großdeutsche Jugend“, ab 1927
„Lotsenrufe“; 1919 Lehrer für Mathematik und Chemie am Städtischen Realgymnasium Velbert; 1919 Heirat, 1920-34 Geburt von acht Kindern; Verbreitung und Verwirklichung der katholischen Soziallehre, Ende der 1920er Jahre
Beginn der Siedlungstätigkeit in Velbert; 1933 kurzfristig wegen pazifistischer Äußerungen verhaftet, nach Freilassung teilweiser Rückzug aus dem öffentlichen Leben; 1934 Beginn der Siedlung Langenhorst; nach Kriegsende
1945 umgehende Wiederaufnahme der Siedlungstätigkeit in Langenhorst sowie der publizistischen Arbeit; Ausweitung über Velbert hinaus durch Gründung des „Rings Deutscher Siedler“, die Betreuung zahlreicher
Siedlergemeinschaften, Vortrags- und Schulungsveranstaltungen, Gesprächskreise sowie Einflußnahme auf die Bonner Wohnungsbaupolitik in den fünfziger Jahren aufgrund seiner engen Freundschaft mit Bundesminister Paul Lücke;
1951 Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 1961 Großes Bundesverdienstkreuz, 1952 Ehrenbürger von Velbert, zahlreiche weitere Auszeichnungen. Quelle: Barbara Wolandt / Gerd Wolandt: Nikolaus
Ehlen – ein Leben für den Nächsten. Velbert 1986, ( = Historische Beiträge, Hrsg.: Stadt Velbert i. Verb. m. d. Abt. d. Bergischen Geschichtsvereins Velbert-Hardenberg 7).
Walter Euler (1907-?) Geb. in
Gemünden / Hunsrück; Architekturstudium an den Technischen Hochschulen Stuttgart, Berlin und München; 1931-37 freier Architekt in Detmold (in Bürogemeinschaft mit G. Prölß); 1937-39 Leiter der Bauabteilung des Rheinischen
Jugendherbergswerks; 1939 Einberufung; nach 1945 freier Architekt in Düsseldorf; in den sechziger Jahren nach Hohenschäftlarn (bei Garmisch-Partenkirchen) verzogen, keine weiteren Daten ermittelbar. Wichtige Bauten: Bis
1945: Detmold, Sportflughafen; Örlinghausen (Krs. Bielefeld), Segelfliegerschule; Blomberg, Berufsschule; Schwalenberg, Schule; Blomberg, Fabrikgebäude Blomberger Holzindustrie; Jugendherbergen Detmold, Tecklenburg,
Plettenberg, Hermeskeil. – Nach 1945: Jugendherberge Wermelskirchen-Dabringhausen, Rathaus Ratingen-Lintorf. Quelle: BDA Düsseldorf; Mdl. Auskunft Fam. Euler, Meerbusch.
Paul Johann Fliether (?) Geb. in
Velbert; Architekturstudium an der TH Stuttgart (Schmitthenner); 1926-29 im Büro Klotzbach, Barmen; 1929-34 eigenes Büro in Velbert; ab 1934 Professor an der Hochschule für bildende Künste Hamburg; während des Zweiten
Weltkrieges verstorben. Wichtige Bauten: Wohnbauten in Barmen, Velbert und Umgebung; Barmen, Industrie- und Handelskammer (zusammen m. Klotzbach); Henkenhagen b. Kolberg, Pommersche Bauernhochschule (1933); Velbert, Siedlung
Langenhorst (1934-40); Schwerin, Sparkasse und Gestaltung d. Adolf-Hitler-Platzes / Marienplatzes (1937/38). Quelle: Fliether 1940; Zentralblatt der Bauverwaltung 60 1940, S.759-769 (zu Sparkasse Schwerin).
Rudolf von Groote (1901-1977)
Geb. in Sigmaringen; Architekturstudium an der TH Darmstadt, Diplom 1926; 1927 Anstellung bei Prof. Roth in Darmstadt (u. a. Ausführungsarbeiten für das Rathaus Bochum); 1928 Regierungsbauführer im Hochbauamt
Duisburg (u. a. Neubau des Polizeipräsidiums); 1929 als Regierungsbauführer bei der Regierung Köln angestellt, Entwürfe für Wohn- und Verwaltungsgebäude im Architekturbüro Bolten; 1931 Ernennung zum Regierungsbaumeister;
1931 Eintritt in das Preußische Hochbauamt Bonn; 1935 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Konservators Dr. Bleibaum in Kassel, 1937 Ernennung zum Bezirkskonservator des Bezirksverbandes Nassau in Wiesbaden (Aufgabengebiete:
Frankfurt a. M., Altstadt; Rheingau; Limburger Dom); Mitarbeiter des Deutschen Heimatbundes; 1942 Einberufung; 1945 auf Anordnung der Militärregierung aus dem Dienst in Wiesbaden entlassen, 1947 Entlassung aus französischer
Kriegsgefangenschaft, Wohnsitz bei Verwandten der Ehefrau in Lüdenscheid; 1949 Tätigkeit beim Städtischen Bauamt Lüdenscheid, u. a. Altstadtsanierung; 1.11.1949 Eintritt in das Stadtplanungsamt Düsseldorf,
Aufgabenschwerpunkt: Altstadtwiederaufbau; daneben Engagement in Heimatvereinen „Alde Düsseldorfer“ und „Düsseldorfer Jonges“ und Vortragstätigkeit zu Fragen der Altstadtgestaltung in seinem ehemaligen Wirkungsgebiet
als Denkmalpfleger (u. a. in Herborn, Dillenburg und Wiesbaden); 1975 aus Düsseldorf nach Erbach / Odenwald verzogen. Wichtige Publikationen zu Themen des Heimatschutzes (Kurztitel): Verödung unserer Dörfer (Heimatleben 2
1939, S.185-187); Grundsätzliches über Schieferdeckung (Ebd. 3 1940, S.141-151); Pflege des Ortsbildes (Eifelkalender 1940, S.35-37); Das landschaftliche Bauen (Baugilde 23 1941, S.437f.); Fragen des Außenputzes
(Zentralblatt der Bauverwaltung 61 1941, S.387-391); Richtlinien für die Behandlung von Fachwerkbauten [...]; Richtlinien für die Ausführung von Außenputzen in ländlicher Umgebung; Richtlinien für Natursteinmauerwerk
(alle: Heimatleben 4 1941, S.164-174); Aufgaben des Bauhandwerks (Der soziale Wohnungsbau in Deutschland 2 1942, S.12f.); Gegen die Verschandelung der Altstadt (Düsseldorfer Heimatblätter 16 1951, S.7-9); Rettet die
Düsseldorfer Altstadt! (Ebd., S.88-90); Verschandelte Düsseldorfer Altstadt (Ebd. 17 1951, S.6-9); Altstadt und „Bauten unserer Zeit“ (Ebd., S.45f.); Alte Stadt in neuer Zeit (Ebd., S.120-125); Zieh Deinem Haus ein
weißes Kleidchen an! (Eifeljahrbuch 1957, S.200-204). Quelle: Mdl. u. schriftl. Auskunft Luise von Groote, Erbach / Odenwald; Archiv d. Verfassers.
Otto Gruber (1885-1957) Geb. in Offenburg;
Architekturstudium an den TH München und Karlsruhe, 1914 Dr.Ing. (F. Ostendorf); 1921 Privatdozent, 1924 außerordentliche Professur an der TH Karlsruhe, 1928 Professur für Baukonstruktionslehre an der RWTH Aachen;
Mitbegründer des Arbeitskreises für deutsche Hausforschung, zahlreiche baugeschichtliche und hauskundliche Publikationen; 1950 Emeritierung. Publikationen (Auswahl; Kurztitel): Über mittelalterliche Patrizierhäuser in
Überlingen (Diss. 1914); Die Kirchenbauten der Reichenau (1925, in: Die Kultur der Reichenau); Deutsche Bauern- und Ackerbauernhäuser (1925); Bildung und Technik (1933); Über die Grundlagen einer Erziehung zur Baukunst
(1934); Das Westwerk, ein Symbol germanischen Christentums (1936, in: Zs. f. Kunstwiss.); Bauernhäuser des Schwarzwaldes (1938, in: Jb. d. Stadt Freiburg); Dachwerk und oberer Dachabschluß der mittelalterlichen Kirchen (1941,
in: Jb. d. TH Aachen); Vom neuen Bauernhauswerk und vom allemannischen Bauernhaus (1942, in: Mein Heimatland); Vom rechten Bauen (1947); Der Studienweg des Architekten (1951). Quelle: Bericht über die Tagung des AK für
deutsche Hausforschung e.V. i. Goslar v. 29.8.-1.9.1957, S.105f., (Nachruf, verf. v. J. Bendermacher); Jahrbuch d. RWTH Aachen 6 1954, S.37, (R. Steinbach).
Hermann Hecker (1880-?) Geb. in Kulmbach; Sohn eines
Stadtbaubeamten und Zeichenlehrers; Architekturstudium an den TH München und Aachen, dort Schüler und Assistent von Karl Henrici; danach im Büro Daniels und Ausbildung zum Regierungsbauführer; Assistent für
landwirtschaftliches Bauwesen an der TH Aachen (Prof. Klingholtz); Promotion „Die Wohnungsfrage und das Problem architektonischen Gestaltens“ (veröffentlicht: Aachen 1908); 1905 Einrichtung und Leitung der
Bauberatungsstelle des Rheinischen Vereins zur Förderung des Arbeiterwohnungswesens in Düsseldorf, umfangreiche städtebauliche Beratungstätigkeit, Herausgabe des „Spiegels rheinischer Bauart“ als Beilage zum
Mitteilungsblatt des Vereins; nach Auflösung der Bauberatungsstelle während des Ersten Weltkriegs freiberufliche Bauberatungstätigkeit sowie Architekt und Stadtplaner in Düsseldorf, u. a. Wohnsiedlungsbau in Düsseldorf,
Barmen (mit C.J. Mangner) und Duisburg (mit Hermann Grothe); nach 1918 Mitarbeiter im Internationalen Gemeindeverband Brüssel; 1925 Geschäftsführer Landesplanungsverband der Regierung Düsseldorf, als solcher 1936 wegen
fehlender Parteimitgliedschaft abgelöst; danach wieder freiberufliche Planungstätigkeit (u. a. für den Siegkreis und Kamp-Lintfort) und Organisation von Ausstellungen; nach 1945 Wiederaufbaupläne für Dülmen und Kleve
sowie Marktheidenfeld und Mellrichstadt (Mainfranken). Quelle: Hecker 1959.
Peter Klotzbach (1875-1947) Geb. in Elberfeld; Architekturausbildung zunächst bei einem Architekten in Barmen, danach an der
Baugewerkschule Idstein / Taunus; Arbeit in verschiedenen Architekturbüros; 1898-1911 Lehrauftrag für Architektur an der Kunstgewerbeschule Barmen; ab 1911 freier Architekt in Barmen, umfangreiche Tätigkeit als Bauberater in
den Kreisen Opladen, Mettmann, Lennep, Gummersbach, Waldbröl; 1912 Ernennung zum Professor. Wichtige Bauten: Vor dem Ersten Weltkrieg: Opladen, Realgymnasium (1911/13; Erweiterung 1927/28); Barmen, Realgymnasium; Barmen,
Realschule; Fulda, Realschule; Opladen, landwirtschaftl. Winterschule (Einweihung 1920); Lennep, landwirtschaftl. Winterschule; Uerdingen, Lyzeum. – Nach 1918: Wuppertal, Industrie- und Handelskammer; Wiehl, Rathaus; Opladen,
Rot-Kreuz-Haus (1929); Opladen, Kommunalfriedhof; Siedlung Hallendorf (Salzgittergebiet); Wuppertal, Gartenstadt Schellenbeck; Wohnungen für die Wehrmacht i. d. 30er Jahren; dazu diverse Kirchen und Kapellen. Quelle:
Herbert Paffrath: Professor Peter Klotzbach, ein bergischer Baumeister. In: Land an Rhein und Wupper, Heimatkalender 1963, S.64-70; Ruth Meyer-Karweg: Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal. Biographien der beteiligten
Künstler, Wuppertal 1991, ( = Beiträge zur Denkmal- und Stadtbildpflege d. Wuppertals 2), S.78f.
Walter Kratz (1899-1957) Geb. in Wien, aufgewachsen in Berlin; Vater Verleger; 1917-18 Kriegsdienst; danach
Lehrzeit und erste Tätigkeit in den Architekturbüros von Hermann Muthesius (Onkel von Kratz), Georg Steinmetz und 1923-27 in Breslau bei seinem Vetter Theo Effenberger; Teilnahme am Ulmer Münsterplatzwettbewerb 1924; 1927-29
bei Ernst May in Frankfurt a. M. (von Effenberger vermittelt), 1930-32 mit der „Gruppe May“ in der UdSSR, Herbst 1932 Rückkehr nach Berlin; 1933/34 Sieg im DAF-Wettbewerb „Haus der Arbeit“, Eintritt in das Büro
Schulte-Frohlinde; Leiter der Lehrabteilung für Wohnungs- und Siedlungsbau, Planung von HJ-Heimen, Schulen, Wohnhäusern und Städtebauprojekten; Wohnsitz in Schönwalde bei Berlin; 1940 kurzzeitig Landesbaupfleger Schlesien,
wohl durch Kükelhaus vermittelt (Lehrstuhl an der TH Breslau nicht angetreten, Baufibel nicht begonnen); nach dem Ausscheiden Schulte-Frohlindes und dem darauffolgenden Auseinanderfallen des Baubüros Juni 1941 von Hermann
Giesler (auf Empfehlung Schulte-Frohlindes?) nach München geholt; 1941-45 Baubüro Giesler, Galeriestr. (mit Kleffner, Kleinefenn, Tillmanns, u. a.), 1943/44 allmähliche Verlegung des Baubüros auf die Ordensburg Sonthofen,
August 1944 endgültiger Umzug nach Sonthofen; Anfang 1946 Umzug nach Lauterbach / Hessen durch Vermittlung eines ehemaligen Grafikers im Speer-Büro; auf Betreiben eines „baufreudigen“ Landrates Projekt einer
„Schulstadt“ daselbst, gefördert durch den hessischen Kultusminister Stein, Arbeit an Publikationen zum Wohnungsbau, Erneuerung der Kontakte nach Frankfurt; Ankauf im Wüstenrot-Wettbewerb für Reihenhäuser; Kontakt mit
Eugen Blanck (ehemals Kollege bei May in Frankfurt); als Hermann Wandersleb im Zuge der Bonner Hauptstadtplanungen Architekten für den Wohnungsbau an den Rhein zieht, holt der im Rheinland bekannte Blanck Kratz im Juni 1949
nach Bonn in ein gemeinsames Büro in Oberkassel (welches Blanck 1954 anläßlich der Arbeiten für das Polizeipräsidium Köln verläßt). Wichtige Bauten und Projekte: 1925 Projekt Münsterplatz Ulm; 1925/26 Wohnhaus f.
einen Arzt in Schlesien. – 1930er Jahre: mehrgeschossige Wohnbauten Berlin-Weißensee, Storkower Straße i. Auftrag von GSW (Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft); Einfamilienhausbauten, HJ-Heime und Schulbauten
im Berliner Umland, u. a. eigenes Haus in Schönwalde, HJ-Heim Falkensee, Schule Schönwalde. – Nach 1945: 1946/47 Projekt Schulstadt Lauterbach; 1950-53 Wohnbauten in Bonner Siedlungen (m. Eugen Blanck): Wohnsiedlung
Endenicher Straße, Siedlung Lengsdorf, Siedlung Bad Godesberg Gotenstraße, Bad Godesberg Sdl. Friesdorf (Frz. Hohe Kommission); Teilnahme am ECA-Wettbewerb; 1954 Wohnhäuser i. d. „Tessenowsiedlung“ Bonn-Bad Godesberg,
Mittelstr. / Lahnstr.; 1954 Bonn, Siedlung Endenich, Brahmsstr.; 1957 Schule Köln-Riehl, Brehmstr. (posthum verändert fertiggestellt). Abbs. und Beschreibungen von Bauten der dreißiger Jahre in: Schulte-Frohlinde /
Lindner / Kratz 1940; Kratz 1941. Publikationen (Kurztitel): Reihenhausbauten der Vierjahresplansiedlungen (Bauen, Siedeln, Wohnen 17 1937, S.556-559); Über Häuser, die ich baute (Ebd. 18 1938, S.358-366); Die
Wohnbauarbeit des Architekturbüros der Deutschen Arbeitsfront (Ebd. 19 1939, S.560-566); Beispiele landschaftsgebundenen Bauens (Heimatleben 2 1939, S.187-190); Die kleine weiße Küche (Ebd., S.270-272); Der Osten (München
1940; m. J. Schulte-Frohlinde / W. Lindner); Warum Baupflege? (In: Kükelhaus / Kratz 1940, S.11-16); Übersicht (In: Almanach 1940, S.70-101); Das Buch vom eigenen Haus (Berlin 1941; m. A. Leitl); Wie baue ich mein Haus?
(Lauterbach 1949; m. L. Tiedemann); Das kleine Haus (Lauterbach 1949; m. L. Tiedemann); Die Lauterbacher Schulstadt (Neue Bauwelt 4 1949, Architekturteil S.53-57). Quelle: Gespräche m. Lotte Tiedemann, München 8.11.1992,
10.12.1992, 12.1.1993; Böckler 1988; Kükelhaus 1961.
Erich Kühn (1902-1981) Geb. in Lütgendortmund; Architekturstudium in München und Berlin, Diplom 1926; 1926/27 Stadtbauamt Lütgendortmund und
Stadtbauamt Kassel, 1928-30 technischer Sekretär der Allgemeinen Häuserbau AG, Leitung der ersten vollmechanisierten Großbaustelle in Leuna-Merseburg; 1930-35 freischaffender Architekt in Berlin; 1935-39 Leiter des
Planungsamtes Eberswalde; 1939-45 Kreisbaurat Minden; 1945 Landrat Minden und Planungsberater beim Oberpräsidenten von Westfalen; 1947 Einrichtung und Leitung eines Amtes für Landespflege bei der Provinzialverwaltung
Westfalen; 1947 Leiter der „Gruppe Planung“ beim Wiederaufbauministerium NRW und des Städtebauausschusses der Landesregierung; Mitarbeit im Schulbauausschuß und Mitwirkung bei der Formulierung der „Fredeburger
Richtlinien“; 1951 Gründung und bis 1965 Leitung der AG für Garten- und Landschaftskultur; 1953 Lehrstuhl für Städtebau und Landesplanung RWTH Aachen, daneben 1955 Gründung eines Büros für Bau- und Stadtplanung.
Wichtige Bauten: RWTH Aachen, Sammelbau d. Fakultät 1, Rechenzentrum, Labor f. Rheologie; städtebaul. Entwürfe f. Trier-Mariahof, Meckenheim-Merl (Neue Stadt), Iserlohn, Moosbach, Schweinfurt. Quelle: Bauwelt 72 1981,
S.2112, (Nachruf, verf. v. Gerhard Curdes); Stadt und Landschaft – Raum und Zeit. Festschrift für Erich Kühn, Köln 1969.
Hans Mehrtens (1892-1976) Geb. in Schwelm; Architekturstudium an der TH Stuttgart,
1921 Dipl.Ing., Mitarbeiter bei Bonatz und Abel; Oberschlesische Wohnungs- und Siedlungsfürsorge Oppeln; Planungsabteilung des „Bochumer Vereins“ (Industriebau); 1925-35 Stadtbaurat in Köln (1930 Leiter des Hochbauamtes),
1935-61 an der RWTH Aachen Inhaber des Lehrstuhls für Entwerfen von Hoch- und Industriebauten, 1940/42 Leiter des „AK Baugestaltung“ im Gau Köln-Aachen; 1957 Direktor des Institutes für Schulbau an der RWTH. Wichtige
Bauten: Bis 1945: Köln, Schule am Blücherpark (Baadenberger Str.); Köln, Flugplatz Ossendorf; Köln, Müllverwertungsanlage Niehl; Krefeld, Dt. Edelstahlwerke; Karlsruhe, Rheinstrand-Siedlung; Remscheid, Kleinsiedlung
Ehringhausen. – Nach 1945: Jülich, Kreishaus; Aachen, Chemisches Institut und Studentendorf d. RWTH; Düren, Stadthalle; Erkelenz, Stadthalle; Schleiden, Gymnasium (Erweiterung).
Quelle: Wer ist wer 1962, S.988; Zentralbl. f. Industriebau 8 1962, S.643; Deutsche Bauzeitschrift 11 1963, S.144.
Gustav August Munzer (1887-1973) Geb. in Örlsdorf (Thüringen); Ausbildung als Maurer und
Steinmetz, danach Baugewerkschule und Kunstakademie Düsseldorf (W. Kreis); Architekt bei Willroth (Flensburg); Architekt und Bürochef bei Thyssen (Tondern); seit 1911 freischaffender Architekt in Düsseldorf; 1939 Verleihung
des Professorentitels. Wichtige Bauten: Marineehrenmal Laboe (b. Kiel); Düsseldorf, Jugendherberge Oberkassel. Quelle: Thieme / Becker Bd.XXV, S.278; BDA Düsseldorf.
Robert Neuhaus (1864-1934) Aufsatz in: Denkmalpflege im Rheinland 17 (2000) H.4, S.168-170
Gerd Offenberg (1897-1987) Geb. in Erwitte; 1919-25 Architekturstudium an TH
Darmstadt und TH Stuttgart; Praktikum in Köln bei Merrill / Schumacher; 1925-28 Assistent von Schmitthenner; 1928-30 Berlin, Baubüro Siemens AG (Hans Hertlein); 1930-33 ohne Anstellung in Arnsberg / Westf.; 1933-34 Vertreter
von Heinz Wetzel auf dem Lehrstuhl für Städtebau TH Stuttgart; 1934-42 Städtischer Baudirektor in Bremen; 1942-47 Leiter der Hochschule für Baukunst und bildende Künste Weimar, Leiter des „AK Baugestaltung“ Thüringen;
1948-60 Referent für Städtebau und Landesplanung bei der Landesregierung Rheinland-Pfalz / Städtebaureferent des Ministeriums für Finanzen und Wiederaufbau (vermittelt durch Architekt Schönhagen, Koblenz), daneben
Teilnahme an großen Wettbewerben (Bonn: Auswärtiges Amt, Beethovenhalle; Köln: Domumgebung; Kassel: Stadttheater; Bremen: Marktplatz; Pirmasens: Messe); 1960-67 Chefarchitekt der Bauabteilung des „Volksbundes Deutsche
Kriegsgräberfürsorge“ München. Quelle: Offenberg 1974; Nachlaß Offenberg im Deutschen Architekturmuseum, Frankfurt a.M.; Rheinische Heimatpflege 25 1988, S.79f., (Nachruf, verf. v. Günter Schubert).
Kurt Rittershaus (1905-1969)
Geb. in Bonn; Architekturausbildung 1921-23 im Büro Eggling & Schäfer (Düsseldorf / Essen) und bei Alexander Fischer (Duisburg); Tätigkeit als Techniker; Wettbewerbserfolg Siedlung Duisburg-Neudorf;
Architekturstudium Kunstakademie Düsseldorf (Fahrenkamp, de Fries), 1930/31 Assistent bei Prof. Heinrich de Fries; 1931/32 freischaffender Architekt; 1932-36 Büro Junghanns (Düsseldorf); ab 1936 wieder freischaffend.
Wichtige Bauten bis 1945: Zahlreiche Wohnbauten; Jugendherbergen Kamp-Lintfort und Ratingen; Düsseldorf-Wersten, Luftschutzbunker. Quelle: BDA Düsseldorf.
Rolf Robischon (1907-1989) Geb. in Wilhelmshaven;
Architekturstudium an RWTH Aachen (von Brandis, Hausmann, Karlinger), und TH Berlin-Charlottenburg (Tessenow); Ende der zwanziger Jahre Mitarbeiter von Alexander Klein in Berlin („Das Einfamilienhaus“); Atelier Rudolf
Schäfer; Studienreisen in Osteuropa und Italien; Heeresbauverwaltung Berlin; während des Zweiten Weltkrieges in Österreich ansässig; nach 1945 technischer Angestellter der Bayerischen Verwaltung der Schlösser, Gärten und
Seen (R. Esterer); ab 1949 freier Architekt in Prüm, 1950 Dozentur Staatsbauschule (später: FH) Trier (ab 1971 als Professor); Bauernhaus- und Dorfaufnahmen; Initiator des Freilichtmuseums Roscheider Hof in Konz bei Trier.
Quelle: Ulrich Haas: Rolf Robischon zum 80. Geburtstag. In: Eine Freundesgabe der Hausforschung für Rolf Robischon. Hrsg. v. Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof unter Mitwirkung d. Arbeitskreises f. Hausforschung,
Konz 1988, S.1-8, (Schrifttumsverzeichnis: ebd., S.173-181).
Bernhard Rotterdam (1893-1974) Geb. in Langenfeld-Immigrath, Sohn eines Bauunternehmers; Architekturstudium an der Staatsbauschule Köln (bis 1920), danach
1922-25 Kunstakademie Düsseldorf, Meisterschüler von Emil Fahrenkamp; freier Architekt in (Bergisch Gladbach-) Bensberg. Wichtige Bauten und Lebenslauf s. Wilhelm Gladbach: Architekt mit eigener Handschrift. In:
Rheinisch-Bergischer Heimatkalender 1963, S.47-52.
Benno Schachner (1902-1987) Geb. in Freising; 1921-25 Architekturstudium an der TH München (Th. Fischer); Referendariat bei der Oberpostdirektion München
(„bayerische Postbauschule“, Robert Vorhoelzer), danach freier Architekt zusammen mit seinem Vater Richard Schachner (gestorben 1936) in München; 1932 Habilitation an der RWTH Aachen, Lehrauftrag für landwirtschaftl.
Bauwesen, 1938 Ernennung zum Professor, 1939 nach Schließung der RWTH Versetzung an die TH Brünn; ab 1946 Gastprofessur, später Lehrstuhl für landwirtschaftliches Bauwesen (und Krankenhausbau) RWTH Aachen. Wichtige
Bauten: In den 30er Jahren städtebaul. Planungen für Heimbach / Eifel; 1948/49 Kleve / Goch, Reichswaldsiedlung; 1953-56 Leverkusen, Städt. Krankenhaus; 1971-83 Aachen, Klinikum der RWTH (mit Weber, Brand & Partner).
Quelle: Kongress 1947, S.217.
René von Schöfer (1883-1954) Geb. in Teheran; Vater Diplomat; 1902-1907 Studium der Rechtswissenschaften in Bonn und Budapest; Architekturstudium an der TH München, Assistent
von Theodor Fischer (Stadtplanungen für Memmingen, Augsburg, München); umfangreiche baugeschichtliche und archäologische Studien (u. a. in Pompeji im Auftrag des Deutschen Archäologischen Institutes); ab 1926 an der RWTH
Aachen Inhaber des Lehrstuhles für Formenlehre / Bauformenlehre / Städtebau und Baugestaltung (1937 Ruf nach Stuttgart abgelehnt), 1943 emeritiert (jedoch weiterhin Abhaltung von Lehrveranstaltungen). Wichtige Bauten nach
1945: Rathäuser i. Schleiden, Ratheim, Jülich; Schulen i. Hilfarth und Schleiden (Gymnasium); zahlreiche Stadtplanungen und städtebauliche Gutachten, u. a. für Aachen, Jülich, Hückelhoven, Solingen; Aachen, St. Jakob.
Quelle: Jahrbuch d. RWTH Aachen 6 1954, S.37f., (Nachruf, verf. v. R. Robischon).
Julius Schulte-Frohlinde (1894-1968) Geb. in Bremen; Achitekturstudium in Stuttgart und München (Paul Bonatz); Teilnahme am
Ersten Weltkrieg; Assistent von Paul Bonatz; freier Architekt in München; Mitarbeiter von Adolf Abel im Städtischen Hochbauamt Köln; 1929-34 Städtischer Baurat in Nürnberg, Beginn der Zusammenarbeit mit Albert Speer am
Reichsparteitagsgelände; 1934 stellvertretender Leiter des Amtes „Schönheit der Arbeit“, Aufbau und Leitung einer DAF-eigenen Bauabteilung, Leiter der Planungsabteilung des Reichsheimstättenamtes; 1938 Leiter des
„Arbeitskreises Baugestaltung im NSBDT“; 1941 (nicht wie bei Durth 1938) Verleihung des Professorentitels durch Hitler; 1939 Kriegseintritt, 1941 Rückzug aus der Leitung des DAF-Baubüros und aus der DAF; Entwurfsbüro in
München; ab 1943 Professur an der TH München als Nachfolger Bestelmeyers; 1943/44 Mitglied des „Wiederaufbaustabes“ Speers (zuständig für Bonn); 1945-52 freier Architekt in Bremen, BDA-Landesvorsitzender; 1952-59 Leiter
des Städtischen Hochbauamtes Düsseldorf. Quelle: Durth 1986, (Taschenbuchausgabe 1992, S.515); Durth / Gutschow 1988, S.226f.; Kieser 1991, S.58-81. Nicht im Literaturverzeichnis aufgeführte Publikationen von
Schulte-Frohlinde: Das schlichte deutsche Grabmal. Hrsg. v. Karl Ulrich, bearb. v. J. Schulte-Frohlinde, Nürnberg / Berlin o.J. [1934]; Artikel „Kraft durch Freude“, „Nürnberg“, „Schulungsburgen“, in: Wasmuths
Lexikon der Baukunst. Bd.5, Nachtrag A-Z, Berlin 1937, S.334-336, S.410-413, S.494-496; Der Stuttgarter Wettbewerb Gemeinschaftssiedlung Mühlhausen. In: Bauen, Siedeln, Wohnen 17 1937, S.405-410; Die Internationale
Handwerksausstellung – wie der Architekt sie sieht. In: ebd. 18 1938, S.285-287; Die Internationale Handwerksausstellung 1938. In: ebd., S.390-392; Der Wiederaufbau Düsseldorfs. In: Düsseldorfer Nachrichten 18.7.1953.
Literatur zu unter Leitung Schulte-Frohlindes errichteten Bauten (in Klammern: Verfasser): 1. Wichtigste Sammelveröffentlichungen: Sonderheft Bauen, Siedeln, Wohnen 19 1939, S.548-580 (div.); Bauten der Bewegung. Bd.1 d.
Buchreihe des Zentralblatts der Bauverwaltung, hrsg. i. Preuß. Finanzministerium, 2., verb. Aufl., Berlin 1939; Über künstlerischen Schmuck an Bauten der Gegenwart. In: Baugilde 23 1941, S.289-296 (Baier); Bremen baut. In:
Baumeister 48 1951, S.209-240 (Schulte-Frohlinde); Bremen und seine Bauten 1900-1951. Hrsg. v. Carl Thalenhorst, Bremen o.J. 1952; Stadtplanung und städtische Bauten in Düsseldorf. Hrsg. v. Oberstadtdirektor d. Stadt
Düsseldorf, Düsseldorf 1955 (Schreier); Arbeiten des städtischen Hochbauamtes Düsseldorf. In: Die Bauverwaltung 5 1956, S.140-159 (Schulte-Frohlinde); Schulte-Frohlinde: Baukunst zwischen gestern und heute. Düsseldorf 1960.
2. Zu einzelnen Bauten: Einfamilienhaus bei Köln: Baumeister 29 1932, S.240. Pathologisches Institut Nürnberg: Zentralblatt der Bauverwaltung 52 1932, S.277-280; Baumeister 29 1932, S.203
Hauptumspannwerk Nürnberg: Zentralblatt der Bauverwaltung 52 1932, S.521-523 (Schulte-Frohlinde). Landwirtschaftsgebäude der Erziehungsanstalt Puckenhof bei Nürnberg: Baumeister 32 1934, S.120f. u. Tafel 37-39.
Städtisches Gaswerk Nürnberg: Zentralblatt der Bauverwaltung 54 1934, S.49-53 (Schulte-Frohlinde). Ehrentribüne Luitpoldarena Nürnberg: Zentralblatt der Bauverwaltung 54 1934, S.473f. (Schulte-Frohlinde); Bauen, Siedeln,
Wohnen 18 1938, S.262. DAF-Gauverwaltung Essen: Zentralblatt der Bauverwaltung 58 1938, S.723-732 (Schulte-Frohlinde); Moderne Bauformen 37 1938, S.233-248 (Schulte-Frohlinde). DAF-Gemeinschaftshaus Berlin: Zentralblatt
der Bauverwaltung 58 1938, S.1159-1173; Bauen, Siedeln, Wohnen 18 1938, S.178-187 (Cohrs); Moderne Bauformen 37 1938, S.517-536 (Hoffmann). DAF-Zentralbüro Berlin: Zentralblatt der Bauverwaltung 60 1940, S.443-454
(Remmelmann / Brückner); Bauen, Siedeln, Wohnen 20 1940, S.460-474 (Remmelmann). DAF-Schulungsburg Sassnitz: Zentralblatt der Bauverwaltung 56 1936, S.857-874; Baumeister 34 1936, S.361-374 (Harbers). DAF-Schulungsburg
Erwitte: Zentralblatt der Bauverwaltung 56 1936, S.25-36 (Schulte-Frohlinde); Baumeister 34 1936, S.145-159 u. T.47-53 (Harbers); Bauen, Siedeln, Wohnen 16 1936, S.3-6; Bauen, Siedeln, Wohnen 19 1939, S.169-180 (Eggerstedt).
Lehrsiedlung Braunschweig-Mascherode: Bauen, Siedeln, Wohnen 17 1937, S.66f. (Rogler); Bauen, Siedeln, Wohnen 17 1937, S.579-581; Bauen, Siedeln, Wohnen 17 1937, Kunstdruckteil S.34-36 (Brandt); Bauen, Siedeln, Wohnen 19 1939,
S.440-468 (Brandt);Zentralblatt der Bauverwaltung 59 1939, S.29-35; Heimatleben 3 1940; S.132-135 (Brandt). KdF-Olympiastadt Berlin: Bauen, Siedeln, Wohnen 16 1936, S.308f.; Zentralblatt der Bauverwaltung 56 1936,
S.1085-1103 (Schulte-Frohlinde). KdF-Stadt Parteitag 1937 Nürnberg: Bauen, Siedeln, Wohnen 17 1937, S.528f. Entwurf DAF-Seemannsheim Hamburg: Abb. i.: Bauen, Siedeln, Wohnen 18 1938, S.262. Entwurf Adolf-Hitler-Schule
Hesselberg / Franken: Bauen, Siedeln, Wohnen 19 1939, S.648-653 (Eggerstedt); Abb. i.: Bauen, Siedeln, Wohnen 18 1938, S.1. Ausstellung „Gesundes leben – Frohes Schaffen“: Bauen, Siedeln, Wohnen 18 1938, S.633-635 u.
S.636-645 (Remmelmann). Opernhaus Düsseldorf: Baumeister 53 1956, S.609-617 (Bonatz); Die Bauverwaltung 5 1956, S.524-530 (Weil); Die Deutsche Bühne 1 1957, S.128-130 (Schulte-Frohlinde); Die Bauzeitung 64 1959, S.326f.
Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule Düsseldorf-Benrath: Die Bauverwaltung 8 1959, S.17-20 (Schirmer); Die Bauzeitung 64 1959, S.330-332. Volksschule Lacombletstraße Düsseldorf: Die Bauzeitung 64 1959, S.206f.
Volksschule Freiligrathplatz Düsseldorf: Die Bauzeitung 64 1959, S.333. Adolf-Klarenbach-Schule Walter-Rathenau-Straße Düsseldorf: Die Bauzeitung 64 1959, S.208f.
Altenheim „Haus Flehe“ Düsseldorf-Flehe: Die Bauzeitung 64 1959, S.328f. Europahalle Düsseldorf: Die Bauverwaltung 3 1954, S.35-41; Baumeister 50 1953, S.10-15; Deutsche Bauzeitschrift 4 1956, S.993-997; Die Bauzeitung
64 1959, 193. Viergeschossige Ausstellungshalle Düsseldorf: Die Bauverwaltung 3 1954, S.35-41. Dreigeschossige Ausstellungshalle Düsseldorf: Die Bauverwaltung 7 1958, S.389-394; Die Bauzeitung 64 1959, S.194f.
Stadtbibliothek a. d. Berliner Allee Düsseldorf: Deutsche Bauzeitschrift 5 1957, S.1078-1083 (Nagel); Abb. i.: Bauwelt 48 1957, S.255; Die Bauzeitung 64 1959, S.210f. Städtisches Verwaltungsgebäude Marktplatz Düsseldorf
und „Düsseldorfer Architektenstreit“: Durth 1986, S.277-312; Düsseldorfer Heimatblätter 20 1954, S.2-6 (Schulte-Frohlinde); Düsseldorfer Amtsblatt 19.12.1953; Neue Bauwelt 7 1952, S.188, S.238, S.307f., S.561; Bauen und
Wohnen 7 1952, S.169, S.487f.; Baukunst und Werkform 5 1952 H.3, S.5f., H.9, S.3-5, H.10, S.36-39; Baumeister 50 1953, S.116; Der Spiegel 29.10.1952; Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Heimatschutz, Mitteilungsblatt 1952
H.10-12 [Januar-März 1953], S.6f.; Der Deutsche Werkbund – 1907, 1947, 1987,... Ausstellungskatalog, Frankfurt 1987, S.60; Düsseldorfer Nachrichten 1952: 6.3., 10.3., 29.4., 30.4., 11.6., 5.7., 10.7., 22.7., 9.8., 14.8.,
21.8., 2.9., 3.9.. 2.10., 18.10., 28.11., 6.12., 11.12., 17.12., 24.12.; ebd. 1953: 15.1., 18.3., 23.5., 18.6., 4.7., 9.7., 29.7., 7.11.; Rheinische Post 1952: 30.4., 11.6., 10.7., 29.7., 9.8., 14.8., 16.8., 21.8., 26.8., 15.10.
Hans Schwippert (1899-1973) Geb. in Remscheid; Architekturstudium ab 1919 an TH Hannover und TH Darmstadt, 1920-23 an der TH Stuttgart; 1924 im Atelier E. Mendelsohn (Berlin); 1927-34 Lehrer an der
Werkkunstschule Aachen, daneben als freier Architekt Zusammenarbeit mit Rudolf Schwarz; 1936-46 Lehrbeauftragter für Handwerkskunde (Werklehre) RWTH Aachen, 1938-43 Mitarbeiter der „Deutschen Warenkunde“; 1944/45 (nach
Kriegsende) Mitarbeiter der Verwaltung der Stadt Aachen; 1945/46 Leiter der Abteilung Wiederaufbau des Oberpräsidiums der Nordrhein-Provinz; 1946-62 Lehrstuhl für Werklehre und Wohnbau an der RWTH Aachen, 1946-66 Leitung
einer Klasse für Baukunst an der Kunstakademie Düsseldorf (1956-66 Leitung der Kunstakademie); Wieder- bzw. Mitbegründer von Werkbund und Rat für Formgebung. Quelle: Hans Schwippert. Denken, Lehren, Bauen, Düsseldorf
1982, ( = Architektenkammer NRW, Deutsche UNESCO-Kommission: Architektur und Denkmalpflege 21), S.198-201, (m. Werkverzeichnis).
Ernst Stahl (1882-1957) Geb. in Cannstadt; Architekturstudium an der TH Stuttgart
(Fischer, Bonatz), Kunstgeschichte-Studien in Bonn, Assistent bei Paul Clemen; gemeinsame Arbeit mit Ernst Brand (Trier); 1911-39 freier Architekt in Düsseldorf-Oberkassel (daselbst zahlreiche Wohnbauten); 1911 leitender
Architekt der Rheinischen Bauberatungsstelle; Tätigkeit für den Provinzialkonservator (Wiederaufbau / Restaurierung rheinischer Burgen: Eltz, Freusburg, Thurant, Stahleck, Monschau, Blankenheim, Burg); seit den zwanziger
Jahren für das Rheinische Jugendherbergswerk tätig, zunächst als Berater bei der Einrichtung von Herbergen auf Burgen (Stahleck und Freusburg, später Monschau, Blankenheim und Burg), daneben 1926 Musterjugendherberge auf
der Gesolei-Ausstellung Düsseldorf, in der Folge Planung fast aller bis 1933 durch den Landesverband Rheinland des Deutschen Jugendherbergswerks errichteter Neubauten; 1940-41 Bauleiter OT Wiesbaden; 1941-42 Reichsautobahnbau
München; 1942 freier Architekt; 1943-44 Stadtverwaltung Krakau; nach 1945 freier Architekt in Düsseldorf; Wiederaufbau der Jugendherbergen Blankenheim, Gemünd, Hellenthal, Prüm, z. T. Kleve. Quelle: BDA Düsseldorf; Karl
Lehmann: Ernst Stahl, dem Burgenbauer, zum Gedächtnis. In: Düsseldorfer Kulturkalender 3 1958 1.-15.2.1958, S.38f.; Tätigkeitsbericht d. DJH-LR 1957/58; Der Mittag 18.7.1957; Brief W.G. Stahl an DJH-LR 5.1.1985, (d. Verf.
frdl. z. Verfügung gestellt v. E. Froese, DJH-LR); Mitteilungen d. RVDH 5 1911, S.147-157.
Rudolf Steinbach (1903-1966) Geb. in Wuppertal; Architekturausbildung an der Kunstgewerbeschule Wuppertal und am
Polytechnikum Friedberg, 1929/30 Gasthörer an der TH Stuttgart; freier Architekt in Heidelberg (mit H. Hampe); 1940-45 mit Rudolf Schwarz, Emil Steffann, Alfons Leitl Wiederaufbauplanungen in Lothringen, Leiter des
Wiederaufbauamtes Diedenhofen; Wehrdienst; nach 1945 wieder freier Architekt in Heidelberg, ständiger Mitarbeiter von „Baukunst und Werkform“; 1951-1966 Ordinarius für Baukonstruktionslehre an der RWTH Aachen;
Zusammenarbeit mit Rudolf Schwarz. Wichtige Bauten: Heidelberg: div. Wohnhäuser, Wiederaufbau Alte Brücke, Feuerwache; Wiederaufbau Kloster Neuburg; Erneuerung württ. Schlösser; Kirchen i. Süchterscheid, Herkenrath,
Gevelsberg; Aachen, Rationalisierungsinstitut und Erweiterung d. Architekturabteilung Schinkelstr. d. RWTH, Zentralfeuerwache Stolberger Str.; m. R. Schwarz: Kirchen i. Andernach (St. Albert), Düren (St. Anna), Frechen (Maria
Königin); Düsseldorf, Gemeindezentrum St. Lambertus; Wiederaufbau Kirche Johannesberg / Rhld. Quelle: Deutsche Bauzeitschrift 11 1963, S.916; Wer ist wer 1962, S.1520.
Heinrich Wolfgang (Heinz) Tillmanns (1911-1959)
Geb. in Erkelenz; ab Herbst 1930 Architekturstudium an der TH Stuttgart, Sommersemester 1933 in Berlin bei Tessenow, Diplom März 1936, danach kurzzeitig Assistent von Bonatz in dessen Büro; im Sommer 1936 dort von
Hermann Giesler abgeworben und bis 1945 in Gieslers Münchner Büro tätig (Planungen für München-Süd und Augsburg); nach Kriegsende 1945 Rückkehr nach Erkelenz, dort freier Architekt und Berater der Stadt im Wiederaufbau
(Zusammenarbeit mit Stadtdirektor Jost); 1959 an den Folgen eines Autounfalls gestorben. Wichtige Bauten: Erkelenz, Rathaus, Wiederherstellung des Bahnhofs, Krankenhaus; Mechernich, Chirurgie; Mönchengladbach, Krankenhaus
Maria-Hilf; Krefeld, Firmengebäude Zangs AG; Wohnbauten; Kirchenbauten: Sicherung und Wiederherstellung des Turmes von Erkelenz, St. Lambertus; Breberen, St. Maternus (Wiederaufbau 1954); Herrath, Kapelle Christus König
(Umbau eines vorhandenen Lagerschuppens, 1953); Sonsbeck-Hamb, Kloster St.Bernardin, Kapelle (1957); Oberbruch-Eschweiler, St.Andreas (1958); Hetzerath, Kath. Kirche (Erweiterung 1953).
Quelle: Mdl. u. schriftl Auskunft Hedwig Tillmanns, Erkelenz 29.6.1993.
Theodor Veil (1879-1965) Geb. in Mercara (Ostindien); Vater Missionar; Jugend in Süddeutschland, u. a. Ulm; Architekturstudium an der TH
München (Fr. von Thiersch, K. Hocheder, G. von Seidl), 1903 Dipl.Ing.; Stadtbauamt München, Büro Peter Behrens Düsseldorf, Assistent von Hocheder an der TH München, freier Architekt in München; Mitglied des Werkbundes; ab
1919 an der RWTH Aachen Inhaber des Lehrstuhls für Architektur / Bürgerliche Baukunst und Städtebau / Entwerfen von Hochbauten, Städtebau, Innenausstattung und Möbel (Nachfolge von K. Henrici); 1944 Emeritierung.
Wichtige Bauten: Rathäuser i. Rudolstadt und Limbach i.S.; 1927-29 Elektrotechn.-Physikal. Institut d. RWTH Aachen Schinkelstr. (Rogowski-Institut); Aachen, Kongreßgarage (1924); Ulm, Martin-Luther-Kirche (1926-28); HJ-Heime
Lammersdorf, Mützenich, Schleiden; Jugendherberge Hellenthal; Rathäuser i. Übach-Palenberg und Tüddern; Umbau Schloß Bürgeln; Köln, Geschäftshaus Schwerthof. Quelle: Alma Mater Aquensis 4 1966, S.159, (Nachruf, verf.
v. W. Weyres); Deutsche Bauzeitung 7 1959, S.1110; Moderne Bauformen 7 1908, S.409-437.
Hans Albert Voss (1908-1954) Geb. in Velbert; 1918-27 Gymnasium Velbert, dort Bekanntschaft mit Ehlen; 1927-29 Schreiner-
und Tischlerlehre in Bochum (Firma J. Dickerhoff), dort Bekanntschaft mit Kükelhaus; 1929 Arbeit in väterlicher Schreinerei; 1929-33 Architekturstudium an der TH Stuttgart (Schmitthenner), dazwischen 1931-32 Baupraktikum;
1933 ohne Abschluß von Ehlen und Fliether nach Velbert ins Büro Fliether geholt, ab 1934 Betreuer und Bauleiter („Siedlungsfachberater“) der Siedlung Langenhorst bei Velbert; ab 1937 Siedlung Kaldenberg bei Mettmann; nach
1945 eigenes Büro in Mettmann. Wichtige Bauten: Bochum, Wohnhaus Dickerhoff; Velbert, Industrie- und Handelskammer, Siedlung Langenhorst (Bauleitung und Möbelentwürfe); Mettmann, Siedlung Kaldenberg. – Nach 1945:
Wuppertal-Vohwinkel, Siedlung Am Osterholz; zahlreiche städtebauliche Entwürfe und Bebauungspläne (u. a. Projekt Frechen, Siedlung Am Stadion); Betreuung von Siedlergruppen in Mettmann, Velbert, Heiligenhaus, Solingen,
Mülheim. Quelle: Mdl. Auskunft Adelheid Jacobitz-Voss, Ratingen-Lintorf.
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