Zettelkasten: Architekten im 20. Jahrhundert

Kurzbiografien aus dem Buch Heimatschutzarchitektur im Wiederaufbau des Rheinlandes (M. Kieser, K├Âln 1998) - unter ÔÇťQuelleÔÇŁ genannte Kurztitel beziehen sich auf das Literaturverzeichnis im Buch
Stand: 1998 - Aktualisierungen und weitere Biografien werden schrittweise eingepflegt

Wolfgang Bangert (1901-1973)
Geb. in Berlin; Architektur- und St├Ądtebaustudium 1920-24 an der TH Charlottenburg (H. Jansen, H. Poelzig); 1924-33 st├Ądtebauliche T├Ątigkeit bei den Stadtverwaltungen Velten-Hennigsdorf b. Berlin (Baut├Ątigkeit d. AEG), Frankfurt a. M. (Mitarbeiter Ernst Mays bei den Siedlungen R├Âmerstadt, Praunheim, Westhausen) und K├Âln (Gesamtplanung f├╝r das rechtsrheinische Stadtgebiet, Denkschrift ├╝ber die Entwicklung des K├Âlner Raums mit Eugen Blanck); 1933 Teilnahme an der CIAM-Tagung in Athen; 1933-45 st├Ądtischer Baurat in Krefeld, Leiter von Stadtplanungsamt, Siedlungsamt und Bauberatung (Wirtschaftsplan, Generalbebauungsplan, Generalverkehrsplan, Bebauungspl├Ąne f├╝r das Kleinsiedlungsprogramm der Stadt in Bockum, Linn und Forstwald); 1936 Promotion bei G. Feder (TH Berlin) mit einer Dissertation ├╝ber die Stadtplanung in Frankfurt a. M. im 19. und 20.Jh.; 1945-48 freier Architekt, Ortsplanungen f├╝r Korbach, Arolsen, Mengeringhausen in Waldeck; 1948-49 wieder st├Ądtischer Baurat in Krefeld, Aufstellung des Neuordnungsplanes f├╝r die Innenstadt, Ausstellung ÔÇ×Krefeld im AufbauÔÇť; ab 1949 Stadtbaurat in Kassel, Leiter des gesamten st├Ądtischen Bauwesens (Neuaufstellung der Generalplanung, Planung und Durchf├╝hrung des Innenstadt-Wiederaufbaus, 1953-55 Durchf├╝hrung der Bundesgartenschau).
Vorsitzender des Bauausschusses des hessischen St├Ądtetages, der Landesgruppe Hessen / Rheinland-Pfalz / Saarland der Deutschen Akademie f├╝r St├Ądtebau und Landesplanung, BDA-Ehrenmitglied, Mitglied des Bauausschusses des Deutschen St├Ądtetages und des Pr├Ąsidiums der Deutschen Akademie f├╝r St├Ądtebau und Landesplanung.
Quelle: Deutsche Bauzeitschrift 9 1961, S.1758; Die Bauverwaltung 46 1973, S.267.

Friedrich (Fritz) Becker (1882-1973)
Geb. in Worms; Architekturstudium an TH Darmstadt und TH M├╝nchen (F. v. Thiersch, K. Hocheder); 1904/05 Mitarbeiter von Prof. Karl Roth am Rathaus Dresden; 1908 Regierungsbauf├╝hrer im hessischen Staatsdienst; bis 1912 st├Ądtische Hochbau├Ąmter Darmstadt und Dresden; 1912 Professur an der Kunstgewerbeschule D├╝sseldorf, 1919-47 an der Kunstakademie D├╝sseldorf; 1923-29 B├╝rogemeinschaft mit Erich Kutzner; 1945 Aufgabe des eigenen Ateliers.
Wichtige Bauten: Wohn- und Landh├Ąuser; D├╝sseldorf, Mustersiedlungsh├Ąuser der ÔÇ×GesoleiÔÇť-Ausstellung 1926; D├╝sseldorf, Nordpark-Gartenhalle (1937); M├Ânchengladbach-Hardt, Jugendherberge (1938); D├╝sseldorf-Wersten, Volksschule (1938).
Quelle: Busch 1993, S.251f.

Justinus Bendermacher (1905-1994)
Geb. in Wittlich; Architekturstudium an der RWTH Aachen (Gruber, Veil, von Sch├Âfer, Karlinger); 1938 kurzfristig Kreisbaumeister in Daun; 1943 Dissertation ÔÇ×Die d├Ârflichen Hausformen der Nordeifel und ihre Beziehung zu Landschaft und BaustoffvorkommenÔÇť; freischaffender Architekt und Ortsplaner; Baupflege im Werkvertrag mit dem Landeskonservator Rheinland; Mitarbeit in verschiedenen Funktionen im RVDH/L; in den sechziger Jahren Dorfinventarisation; Gutachten zu Problemen des landwirtschaftlichen Bauwesens (ALB) und zum Wettbewerb ÔÇ×Unser Dorf soll sch├Âner werdenÔÇť (ÔÇ×D├Ârfchen, D├Ârfchen auf dem Land...ÔÇť, Siegburg 1977).
Quelle: Rheinische Heimatpflege N.F. 22 1985, S.308f., (W├╝rdigung zum 80. Geb., verf. v. Rolf Robischon).

Willi Berres (1910-1974)
Geb. in Wuppertal; nach der Schule dreij├Ąhrige Schreinerlehre; Architekturstudium an der Baugewerkschule Wuppertal; 1936 Anstellung als Betriebsarchitekt der Firma Stamm in (Schleiden-) Oberhausen, w├Ąhrend des Westwallbaus zur Errichtung von Bauten f├╝r die Wehrmacht abkommandiert; Kriegsdienst; ab 1945 freier Architekt in Schleiden; zahlreiche ├Âffentliche Bauten (v.a. Schulen, Zollh├Ąuser) und Wohnbauten im Raum Schleiden und Aachen; Mitglied der Aachener ÔÇ×Vereinigung freischaffender ArchitektenÔÇť, neben praktischer Arbeit Studien zu einem Buch ├╝ber die Verwendung von Kunststoffen am Bau (nicht fertiggestellt).
Wichtige Bauten: Kall, Rathaus; Udenbreth, Kath. Volksschule; Udenbreth, Kath. Jugendheim; Kronenburg, Kath. Volksschule, Erweiterungsbau; Schmidtheim, Kath. Volksschule; Baasem, Kath. Volksschule; Kronenburg, Landschulheim der Stadt Bonn; Harperscheid, ehem. Amtsgeb├Ąude; Schleiden, D├╝rener Bank (heute: Dresdner Bank); Euskirchen, D├╝rener Bank am Bahnhof (heute: Dresdner Bank); Zollh├Ąuser in Losheimer Graben, Bildgen, Roetgen; Kirchen: Berk, St. Brictus (Erweiterung 1954); Schleiden, Ev. Kirche, Restaurierung; Kronenburg, Umlegung und Sanierung des alten Friedhofes mit Errichtung einer neuen Kapelle; Harperscheid, Ev.Kirche, Restaurierung; Zahlreiche Wohn- und Siedlungsbauten.
Quelle: Mdl. Auskunft Irmgard und Wolf-R├╝diger Berres, Schleiden, 14.7.1993.

Eugen Blanck (1901-1980)
Geb. in K├Âln; Architekturausbildung 1919-22 an der Ingenieurschule K├Âln, 1922-24 Kunstgewerbeschule K├Âln; 1924-26 Mitarbeiter Martin Elsaessers in K├Âln; 1926-29 Hochbauamt Frankfurt a. M. (Ernst May); 1929/30 Spezialbearbeiter des Siedlungs- und Wohnungswesens im Hochbauamt K├Âln, gleichzeitig weiterhin enge Kontakte nach Frankfurt (Reinhold Niemeyer); 1931-35 freischaffend; 1935/36 Deutsche Versuchsanstalt f├╝r Luftfahrt Berlin, 1936/37 Reichsluftfahrtministerium; 1938-42 Leiter der St├Ądtebauabteilung bei der Landesplanung Brandenburg (vermittelt von Niemeyer); 1940-44 Planungskommission f├╝r Prag; 1944-46 freischaffend (u. a. Vorbereitung des Wiederaufbaus der Stadt Essen); nach 1945 in K├Âln kommunalpolitisch aktiv (Stadtverordneter, Mitglied des Hauptausschusses), Vorsitzender der Planungskommission der Wiederaufbaugesellschaft; 1946-48 Stadtrat f├╝r Bauwesen in Frankfurt am Main; ab 1948 freischaffender Architekt in Bonn (mit Walter Kratz) und K├Âln.
Wichtige Bauten: Frankfurt, Siedlung Westhausen (mit May u. a.); Frankfurt, Wiederaufbau und Umgestaltung der Paulskirche (mit Schwarz, Krahn, Schaupp); Bonn, div. Wohnungsbauten (in Arbeitsgemeinschaft m. Walter Kratz), u. a. Siedlung Endenicher Stra├če; K├Âln, Polizeipr├Ąsidium; D├╝sseldorf, Versicherungsgeb├Ąude am Kirchplatz (mit Schwippert und Riphahn).
Quelle: Durth / Gutschow 1988, S.516.

Hanns B├Âkels (1891-1965)
Geb. in D├╝sseldorf; Architekturstudium an der Kunstakademie D├╝sseldorf sowie 4 Semester an der TH Stuttgart; seit 1927 freier Architekt in D├╝sseldorf (zun├Ąchst gemeinsam mit Otto Biskaborn).
Wichtige Bauten: Bis 1945: D├╝sseldorf, Umbau Verbandsheim des Deutschnationalen Handwerksgehilfenverbandes; D├╝sseldorf, Landesfinanzamt und Polizeipr├Ąsidium F├╝rstenwall; (Duisburg-) Homberg, Altenheim; (Solingen-) Burg, Jugendherberge; D├╝sseldorf, Siedlerschule Wilhelm-Gustloff-Kleinsiedlung. ÔÇô Nach 1945: Teilnahme an zahlreichen Wettbewerben (u. a. 1.Preis NRW-Kleinwohnungswettbewerb 1948; weitere Wettbewerbsteilnahmen 1948: Dorsten, Stadtteil Am Lippetor 1948; Kleve, Fischmarkt; Krefeld, Innenstadtplanung; Duisburg-Ruhrort, Schifferb├Ârse); Beratung des Rheinischen Jugendherbergswerks, Planung der Jugendherbergen M├╝nstereifel-Rodert, Honnef, Burg; D├╝sseldorf, Aschenbachstr. 20 (B├╝rogeb├Ąude der Berufsgenossenschaft der Gas- und Wasserwerke); D├╝sseldorf-Gerresheim, Wohnhaus Pfeiferstr. 52.
Quelle: Mdl. Auskunft Marianne B├Âkels, D├╝sseldorf; BDA D├╝sseldorf; Bauwarte 1929, H.24/25, (Sonderdruck).

Max B├╝ge (1892-1978)
Geb. in Stralkowo (Kreis. Wreschen); Jugend in Stettin; Architekturstudium an der TH Berlin, Examen nach Kriegsunterbrechung 1919; 1921 Gro├če Staatspr├╝fung, danach T├Ątigkeit in der Preu├čischen Staatshochbauverwaltung: 1925-32 Preu├čisches Ministerium f├╝r Volkswohlfahrt, 1932-35 Preu├čisches Ministerium f├╝r Wirtschaft und Arbeit (u. a. Besch├Ąftigung mit Kleinsiedlungswesen); 1935-45 Reichsarbeitsministerium, zuletzt als Ministerialrat, Mitverfasser der Baugestaltungsverordnung 1936; Mitarbeiter des AK Baugestaltung; 1948-51 St├Ądtischer Baudirektor Frankfurt a. M.; 1951 bis zum Eintritt in den Ruhestand im Wiederaufbauministerium Nordrhein-Westfalen, zuletzt als Ministerialdirigent; Preisrichter bei zahlreichen Wettbewerben.
Wichtige Publikationen: Fragen der Baugestaltung. Eine Er├Ârterung der neuen reichsrechtlichen Vorschriften, in: Zentralblatt der Bauverwaltung 58 1938, S.21-24; B├╝ge / Zinkahn 1952.
Quelle: Die Bauverwaltung 51 1978, S.78 u. S.277, (Nachruf).

Peter Dierichsweiler (1892-1966)
Steinmetzlehre in W├╝rzburg, Architekturstudium an der Kunstgewerbeschule D├╝sseldorf (Kreis) und an der Kunstakademie D├╝sseldorf (Becker); preisgekr├Ânter Entwurf im D├╝sseldorfer Rathauswettbewerb 1924, daraufhin Anstellung im st├Ądtischen Hochbauamt (bis 1953), z. T. als Leiter desselben. Nach 1953 freier Architekt in D├╝sseldorf / B├╝derich.
Wichtige Bauten: Im Hochbauamt D├╝sseldorf beteiligt bei: Rheinstadion, Eisstadion, Gro├čmarkt, Um- und Wiederaufbau Schnellenburg, Pathologisches Institut, Schule Golzheimer Heide, Schule Kalkumer Stra├če, ÔÇ×Helene-Lange-SchuleÔÇť, Robert-Schumann-Saal; als freier Architekt nach Wettbewerbserfolgen: Jugendherbergen Kleve, Nettetal-Hinsbeck, Wipperf├╝rth; Duisburg, Unfallkrankenhaus; k├╝nstler. Berater i. Kuratorium d. Marienhospitals D├╝sseldorf (Schwesternwohnheim Stockkampstr. / Prinz-Georg-Str).
Quelle: D├╝sseldorfer Nachrichten 22.3.1966, (Nachruf).

Nikolaus Ehlen (1886-1965)
Geb. in Graach / Mosel; Sohn eines Weinbauern; 1909 Abitur in Trier; 1909/10 Priesterseminar Trier, ab 1910 Studium in M├╝nster (Mathematik, Physik, Chemie, Philosophie), 1914 Staatsexamen f├╝r das h├Âhere Lehramt, Promotion ├╝ber ÔÇ×Die Erkenntnis der Au├čenwelt bei Theodor LippsÔÇť; Engagement in der (kath.) Jugendbewegung (Studentenschaft, Wandervogel); 1916-18 Soldat, danach bekennender Pazifist; ab 1915 Herausgabe der Zeitschrift ÔÇ×Gro├čdeutsche JugendÔÇť, ab 1927 ÔÇ×LotsenrufeÔÇť; 1919 Lehrer f├╝r Mathematik und Chemie am St├Ądtischen Realgymnasium Velbert; 1919 Heirat, 1920-34 Geburt von acht Kindern; Verbreitung und Verwirklichung der katholischen Soziallehre, Ende der 1920er Jahre Beginn der Siedlungst├Ątigkeit in Velbert; 1933 kurzfristig wegen pazifistischer ├äu├čerungen verhaftet, nach Freilassung teilweiser R├╝ckzug aus dem ├Âffentlichen Leben; 1934 Beginn der Siedlung Langenhorst; nach Kriegsende 1945 umgehende Wiederaufnahme der Siedlungst├Ątigkeit in Langenhorst sowie der publizistischen Arbeit; Ausweitung ├╝ber Velbert hinaus durch Gr├╝ndung des ÔÇ×Rings Deutscher SiedlerÔÇť, die Betreuung zahlreicher Siedlergemeinschaften, Vortrags- und Schulungsveranstaltungen, Gespr├Ąchskreise sowie Einflu├čnahme auf die Bonner Wohnungsbaupolitik in den f├╝nfziger Jahren aufgrund seiner engen Freundschaft mit Bundesminister Paul L├╝cke; 1951 Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 1961 Gro├čes Bundesverdienstkreuz, 1952 Ehrenb├╝rger von Velbert, zahlreiche weitere Auszeichnungen.
Quelle: Barbara Wolandt / Gerd Wolandt: Nikolaus Ehlen ÔÇô ein Leben f├╝r den N├Ąchsten. Velbert 1986, ( = Historische Beitr├Ąge, Hrsg.: Stadt Velbert i. Verb. m. d. Abt. d. Bergischen Geschichtsvereins Velbert-Hardenberg 7).

Walter Euler (1907-?)
Geb. in Gem├╝nden / Hunsr├╝ck; Architekturstudium an den Technischen Hochschulen Stuttgart, Berlin und M├╝nchen; 1931-37 freier Architekt in Detmold (in B├╝rogemeinschaft mit G. Pr├Âl├č); 1937-39 Leiter der Bauabteilung des Rheinischen Jugendherbergswerks; 1939 Einberufung; nach 1945 freier Architekt in D├╝sseldorf; in den sechziger Jahren nach Hohensch├Ąftlarn (bei Garmisch-Partenkirchen) verzogen, keine weiteren Daten ermittelbar.
Wichtige Bauten: Bis 1945: Detmold, Sportflughafen; ├ľrlinghausen (Krs. Bielefeld), Segelfliegerschule; Blomberg, Berufsschule; Schwalenberg, Schule; Blomberg, Fabrikgeb├Ąude Blomberger Holzindustrie; Jugendherbergen Detmold, Tecklenburg, Plettenberg, Hermeskeil. ÔÇô Nach 1945: Jugendherberge Wermelskirchen-Dabringhausen, Rathaus Ratingen-Lintorf.
Quelle: BDA D├╝sseldorf; Mdl. Auskunft Fam. Euler, Meerbusch.

Paul Johann Fliether (?)
Geb. in Velbert; Architekturstudium an der TH Stuttgart (Schmitthenner); 1926-29 im B├╝ro Klotzbach, Barmen; 1929-34 eigenes B├╝ro in Velbert; ab 1934 Professor an der Hochschule f├╝r bildende K├╝nste Hamburg; w├Ąhrend des Zweiten Weltkrieges verstorben.
Wichtige Bauten: Wohnbauten in Barmen, Velbert und Umgebung; Barmen, Industrie- und Handelskammer (zusammen m. Klotzbach); Henkenhagen b. Kolberg, Pommersche Bauernhochschule (1933); Velbert, Siedlung Langenhorst (1934-40); Schwerin, Sparkasse und Gestaltung d. Adolf-Hitler-Platzes / Marienplatzes (1937/38).
Quelle: Fliether 1940; Zentralblatt der Bauverwaltung 60 1940, S.759-769 (zu Sparkasse Schwerin).

Rudolf von Groote (1901-1977)
Geb. in Sigmaringen; Architekturstudium an der TH Darmstadt, Diplom 1926; 1927 Anstellung bei Prof. Roth in Darmstadt (u. a. Ausf├╝hrungsarbeiten f├╝r das Rathaus Bochum); 1928 Regierungsbauf├╝hrer im Hochbauamt Duisburg (u. a. Neubau des Polizeipr├Ąsidiums); 1929 als Regierungsbauf├╝hrer bei der Regierung K├Âln angestellt, Entw├╝rfe f├╝r Wohn- und Verwaltungsgeb├Ąude im Architekturb├╝ro Bolten; 1931 Ernennung zum Regierungsbaumeister; 1931 Eintritt in das Preu├čische Hochbauamt Bonn; 1935 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Konservators Dr. Bleibaum in Kassel, 1937 Ernennung zum Bezirkskonservator des Bezirksverbandes Nassau in Wiesbaden (Aufgabengebiete: Frankfurt a. M., Altstadt; Rheingau; Limburger Dom); Mitarbeiter des Deutschen Heimatbundes; 1942 Einberufung; 1945 auf Anordnung der Milit├Ąrregierung aus dem Dienst in Wiesbaden entlassen, 1947 Entlassung aus franz├Âsischer Kriegsgefangenschaft, Wohnsitz bei Verwandten der Ehefrau in L├╝denscheid; 1949 T├Ątigkeit beim St├Ądtischen Bauamt L├╝denscheid, u. a. Altstadtsanierung; 1.11.1949 Eintritt in das Stadtplanungsamt D├╝sseldorf, Aufgabenschwerpunkt: Altstadtwiederaufbau; daneben Engagement in Heimatvereinen ÔÇ×Alde D├╝sseldorferÔÇť und ÔÇ×D├╝sseldorfer JongesÔÇť und Vortragst├Ątigkeit zu Fragen der Altstadtgestaltung in seinem ehemaligen Wirkungsgebiet als Denkmalpfleger (u. a. in Herborn, Dillenburg und Wiesbaden); 1975 aus D├╝sseldorf nach Erbach / Odenwald verzogen.
Wichtige Publikationen zu Themen des Heimatschutzes (Kurztitel): Ver├Âdung unserer D├Ârfer (Heimatleben 2 1939, S.185-187); Grunds├Ątzliches ├╝ber Schieferdeckung (Ebd. 3 1940, S.141-151); Pflege des Ortsbildes (Eifelkalender 1940, S.35-37); Das landschaftliche Bauen (Baugilde 23 1941, S.437f.); Fragen des Au├čenputzes (Zentralblatt der Bauverwaltung 61 1941, S.387-391); Richtlinien f├╝r die Behandlung von Fachwerkbauten [...]; Richtlinien f├╝r die Ausf├╝hrung von Au├čenputzen in l├Ąndlicher Umgebung; Richtlinien f├╝r Natursteinmauerwerk (alle: Heimatleben 4 1941, S.164-174); Aufgaben des Bauhandwerks (Der soziale Wohnungsbau in Deutschland 2 1942, S.12f.); Gegen die Verschandelung der Altstadt (D├╝sseldorfer Heimatbl├Ątter 16 1951, S.7-9); Rettet die D├╝sseldorfer Altstadt! (Ebd., S.88-90); Verschandelte D├╝sseldorfer Altstadt (Ebd. 17 1951, S.6-9); Altstadt und ÔÇ×Bauten unserer ZeitÔÇť (Ebd., S.45f.); Alte Stadt in neuer Zeit (Ebd., S.120-125); Zieh Deinem Haus ein wei├čes Kleidchen an! (Eifeljahrbuch 1957, S.200-204).
Quelle: Mdl. u. schriftl. Auskunft Luise von Groote, Erbach / Odenwald; Archiv d. Verfassers.

Otto Gruber (1885-1957)
Geb. in Offenburg; Architekturstudium an den TH M├╝nchen und Karlsruhe, 1914 Dr.Ing. (F. Ostendorf); 1921 Privatdozent, 1924 au├čerordentliche Professur an der TH Karlsruhe, 1928 Professur f├╝r Baukonstruktionslehre an der RWTH Aachen; Mitbegr├╝nder des Arbeitskreises f├╝r deutsche Hausforschung, zahlreiche baugeschichtliche und hauskundliche Publikationen; 1950 Emeritierung.
Publikationen (Auswahl; Kurztitel): ├ťber mittelalterliche Patrizierh├Ąuser in ├ťberlingen (Diss. 1914); Die Kirchenbauten der Reichenau (1925, in: Die Kultur der Reichenau); Deutsche Bauern- und Ackerbauernh├Ąuser (1925); Bildung und Technik (1933); ├ťber die Grundlagen einer Erziehung zur Baukunst (1934); Das Westwerk, ein Symbol germanischen Christentums (1936, in: Zs. f. Kunstwiss.); Bauernh├Ąuser des Schwarzwaldes (1938, in: Jb. d. Stadt Freiburg); Dachwerk und oberer Dachabschlu├č der mittelalterlichen Kirchen (1941, in: Jb. d. TH Aachen); Vom neuen Bauernhauswerk und vom allemannischen Bauernhaus (1942, in: Mein Heimatland); Vom rechten Bauen (1947); Der Studienweg des Architekten (1951).
Quelle: Bericht ├╝ber die Tagung des AK f├╝r deutsche Hausforschung e.V. i. Goslar v. 29.8.-1.9.1957, S.105f., (Nachruf, verf. v. J. Bendermacher); Jahrbuch d. RWTH Aachen 6 1954, S.37, (R. Steinbach).

Hermann Hecker (1880-?)
Geb. in Kulmbach; Sohn eines Stadtbaubeamten und Zeichenlehrers; Architekturstudium an den TH M├╝nchen und Aachen, dort Sch├╝ler und Assistent von Karl Henrici; danach im B├╝ro Daniels und Ausbildung zum Regierungsbauf├╝hrer; Assistent f├╝r landwirtschaftliches Bauwesen an der TH Aachen (Prof. Klingholtz); Promotion ÔÇ×Die Wohnungsfrage und das Problem architektonischen GestaltensÔÇť (ver├Âffentlicht: Aachen 1908); 1905 Einrichtung und Leitung der Bauberatungsstelle des Rheinischen Vereins zur F├Ârderung des Arbeiterwohnungswesens in D├╝sseldorf, umfangreiche st├Ądtebauliche Beratungst├Ątigkeit, Herausgabe des ÔÇ×Spiegels rheinischer BauartÔÇť als Beilage zum Mitteilungsblatt des Vereins; nach Aufl├Âsung der Bauberatungsstelle w├Ąhrend des Ersten Weltkriegs freiberufliche Bauberatungst├Ątigkeit sowie Architekt und Stadtplaner in D├╝sseldorf, u. a. Wohnsiedlungsbau in D├╝sseldorf, Barmen (mit C.J. Mangner) und Duisburg (mit Hermann Grothe); nach 1918 Mitarbeiter im Internationalen Gemeindeverband Br├╝ssel; 1925 Gesch├Ąftsf├╝hrer Landesplanungsverband der Regierung D├╝sseldorf, als solcher 1936 wegen fehlender Parteimitgliedschaft abgel├Âst; danach wieder freiberufliche Planungst├Ątigkeit (u. a. f├╝r den Siegkreis und Kamp-Lintfort) und Organisation von Ausstellungen; nach 1945 Wiederaufbaupl├Ąne f├╝r D├╝lmen und Kleve sowie Marktheidenfeld und Mellrichstadt (Mainfranken).
Quelle: Hecker 1959.

Peter Klotzbach (1875-1947)
Geb. in Elberfeld; Architekturausbildung zun├Ąchst bei einem Architekten in Barmen, danach an der Baugewerkschule Idstein / Taunus; Arbeit in verschiedenen Architekturb├╝ros; 1898-1911 Lehrauftrag f├╝r Architektur an der Kunstgewerbeschule Barmen; ab 1911 freier Architekt in Barmen, umfangreiche T├Ątigkeit als Bauberater in den Kreisen Opladen, Mettmann, Lennep, Gummersbach, Waldbr├Âl; 1912 Ernennung zum Professor.
Wichtige Bauten: Vor dem Ersten Weltkrieg: Opladen, Realgymnasium (1911/13; Erweiterung 1927/28); Barmen, Realgymnasium; Barmen, Realschule; Fulda, Realschule; Opladen, landwirtschaftl. Winterschule (Einweihung 1920); Lennep, landwirtschaftl. Winterschule; Uerdingen, Lyzeum. ÔÇô Nach 1918: Wuppertal, Industrie- und Handelskammer; Wiehl, Rathaus; Opladen, Rot-Kreuz-Haus (1929); Opladen, Kommunalfriedhof; Siedlung Hallendorf (Salzgittergebiet); Wuppertal, Gartenstadt Schellenbeck; Wohnungen f├╝r die Wehrmacht i. d. 30er Jahren; dazu diverse Kirchen und Kapellen.
Quelle: Herbert Paffrath: Professor Peter Klotzbach, ein bergischer Baumeister. In: Land an Rhein und Wupper, Heimatkalender 1963, S.64-70; Ruth Meyer-Karweg: Denkm├Ąler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal. Biographien der beteiligten K├╝nstler, Wuppertal 1991, ( = Beitr├Ąge zur Denkmal- und Stadtbildpflege d. Wuppertals 2), S.78f.

Walter Kratz (1899-1957)
Geb. in Wien, aufgewachsen in Berlin; Vater Verleger; 1917-18 Kriegsdienst; danach Lehrzeit und erste T├Ątigkeit in den Architekturb├╝ros von Hermann Muthesius (Onkel von Kratz), Georg Steinmetz und 1923-27 in Breslau bei seinem Vetter Theo Effenberger; Teilnahme am Ulmer M├╝nsterplatzwettbewerb 1924; 1927-29 bei Ernst May in Frankfurt a. M. (von Effenberger vermittelt), 1930-32 mit der ÔÇ×Gruppe MayÔÇť in der UdSSR, Herbst 1932 R├╝ckkehr nach Berlin; 1933/34 Sieg im DAF-Wettbewerb ÔÇ×Haus der ArbeitÔÇť, Eintritt in das B├╝ro Schulte-Frohlinde; Leiter der Lehrabteilung f├╝r Wohnungs- und Siedlungsbau, Planung von HJ-Heimen, Schulen, Wohnh├Ąusern und St├Ądtebauprojekten; Wohnsitz in Sch├Ânwalde bei Berlin; 1940 kurzzeitig Landesbaupfleger Schlesien, wohl durch K├╝kelhaus vermittelt (Lehrstuhl an der TH Breslau nicht angetreten, Baufibel nicht begonnen); nach dem Ausscheiden Schulte-Frohlindes und dem darauffolgenden Auseinanderfallen des Baub├╝ros Juni 1941 von Hermann Giesler (auf Empfehlung Schulte-Frohlindes?) nach M├╝nchen geholt; 1941-45 Baub├╝ro Giesler, Galeriestr. (mit Kleffner, Kleinefenn, Tillmanns, u. a.), 1943/44 allm├Ąhliche Verlegung des Baub├╝ros auf die Ordensburg Sonthofen, August 1944 endg├╝ltiger Umzug nach Sonthofen; Anfang 1946 Umzug nach Lauterbach / Hessen durch Vermittlung eines ehemaligen Grafikers im Speer-B├╝ro; auf Betreiben eines ÔÇ×baufreudigenÔÇť Landrates Projekt einer ÔÇ×SchulstadtÔÇť daselbst, gef├Ârdert durch den hessischen Kultusminister Stein, Arbeit an Publikationen zum Wohnungsbau, Erneuerung der Kontakte nach Frankfurt; Ankauf im W├╝stenrot-Wettbewerb f├╝r Reihenh├Ąuser; Kontakt mit Eugen Blanck (ehemals Kollege bei May in Frankfurt); als Hermann Wandersleb im Zuge der Bonner Hauptstadtplanungen Architekten f├╝r den Wohnungsbau an den Rhein zieht, holt der im Rheinland bekannte Blanck Kratz im Juni 1949 nach Bonn in ein gemeinsames B├╝ro in Oberkassel (welches Blanck 1954 anl├Ą├člich der Arbeiten f├╝r das Polizeipr├Ąsidium K├Âln verl├Ą├čt).
Wichtige Bauten und Projekte: 1925 Projekt M├╝nsterplatz Ulm; 1925/26 Wohnhaus f. einen Arzt in Schlesien. ÔÇô 1930er Jahre: mehrgeschossige Wohnbauten Berlin-Wei├čensee, Storkower Stra├če i. Auftrag von GSW (Gemeinn├╝tzige Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft); Einfamilienhausbauten, HJ-Heime und Schulbauten im Berliner Umland, u. a. eigenes Haus in Sch├Ânwalde, HJ-Heim Falkensee, Schule Sch├Ânwalde. ÔÇô Nach 1945: 1946/47 Projekt Schulstadt Lauterbach; 1950-53 Wohnbauten in Bonner Siedlungen (m. Eugen Blanck): Wohnsiedlung Endenicher Stra├če, Siedlung Lengsdorf, Siedlung Bad Godesberg Gotenstra├če, Bad Godesberg Sdl. Friesdorf (Frz. Hohe Kommission); Teilnahme am ECA-Wettbewerb; 1954 Wohnh├Ąuser i. d. ÔÇ×TessenowsiedlungÔÇť Bonn-Bad Godesberg, Mittelstr. / Lahnstr.; 1954 Bonn, Siedlung Endenich, Brahmsstr.; 1957 Schule K├Âln-Riehl, Brehmstr. (posthum ver├Ąndert fertiggestellt).
Abbs. und Beschreibungen von Bauten der drei├čiger Jahre in: Schulte-Frohlinde / Lindner / Kratz 1940; Kratz 1941.
Publikationen (Kurztitel): Reihenhausbauten der Vierjahresplansiedlungen (Bauen, Siedeln, Wohnen 17 1937, S.556-559); ├ťber H├Ąuser, die ich baute (Ebd. 18 1938, S.358-366); Die Wohnbauarbeit des Architekturb├╝ros der Deutschen Arbeitsfront (Ebd. 19 1939, S.560-566); Beispiele landschaftsgebundenen Bauens (Heimatleben 2 1939, S.187-190); Die kleine wei├če K├╝che (Ebd., S.270-272); Der Osten (M├╝nchen 1940; m. J. Schulte-Frohlinde / W. Lindner); Warum Baupflege? (In: K├╝kelhaus / Kratz 1940, S.11-16); ├ťbersicht (In: Almanach 1940, S.70-101); Das Buch vom eigenen Haus (Berlin 1941; m. A. Leitl); Wie baue ich mein Haus? (Lauterbach 1949; m. L. Tiedemann); Das kleine Haus (Lauterbach 1949; m. L. Tiedemann); Die Lauterbacher Schulstadt (Neue Bauwelt 4 1949, Architekturteil S.53-57).
Quelle: Gespr├Ąche m. Lotte Tiedemann, M├╝nchen 8.11.1992, 10.12.1992, 12.1.1993; B├Âckler 1988; K├╝kelhaus 1961.

Erich K├╝hn (1902-1981)
Geb. in L├╝tgendortmund; Architekturstudium in M├╝nchen und Berlin, Diplom 1926; 1926/27 Stadtbauamt L├╝tgendortmund und Stadtbauamt Kassel, 1928-30 technischer Sekret├Ąr der Allgemeinen H├Ąuserbau AG, Leitung der ersten vollmechanisierten Gro├čbaustelle in Leuna-Merseburg; 1930-35 freischaffender Architekt in Berlin; 1935-39 Leiter des Planungsamtes Eberswalde; 1939-45 Kreisbaurat Minden; 1945 Landrat Minden und Planungsberater beim Oberpr├Ąsidenten von Westfalen; 1947 Einrichtung und Leitung eines Amtes f├╝r Landespflege bei der Provinzialverwaltung Westfalen; 1947 Leiter der ÔÇ×Gruppe PlanungÔÇť beim Wiederaufbauministerium NRW und des St├Ądtebauausschusses der Landesregierung; Mitarbeit im Schulbauausschu├č und Mitwirkung bei der Formulierung der ÔÇ×Fredeburger RichtlinienÔÇť; 1951 Gr├╝ndung und bis 1965 Leitung der AG f├╝r Garten- und Landschaftskultur; 1953 Lehrstuhl f├╝r St├Ądtebau und Landesplanung RWTH Aachen, daneben 1955 Gr├╝ndung eines B├╝ros f├╝r Bau- und Stadtplanung.
Wichtige Bauten: RWTH Aachen, Sammelbau d. Fakult├Ąt 1, Rechenzentrum, Labor f. Rheologie; st├Ądtebaul. Entw├╝rfe f. Trier-Mariahof, Meckenheim-Merl (Neue Stadt), Iserlohn, Moosbach, Schweinfurt.
Quelle: Bauwelt 72 1981, S.2112, (Nachruf, verf. v. Gerhard Curdes); Stadt und Landschaft ÔÇô Raum und Zeit. Festschrift f├╝r Erich K├╝hn, K├Âln 1969.

Hans Mehrtens (1892-1976)
Geb. in Schwelm; Architekturstudium an der TH Stuttgart, 1921 Dipl.Ing., Mitarbeiter bei Bonatz und Abel; Oberschlesische Wohnungs- und Siedlungsf├╝rsorge Oppeln; Planungsabteilung des ÔÇ×Bochumer VereinsÔÇť (Industriebau); 1925-35 Stadtbaurat in K├Âln (1930 Leiter des Hochbauamtes), 1935-61 an der RWTH Aachen Inhaber des Lehrstuhls f├╝r Entwerfen von Hoch- und Industriebauten, 1940/42 Leiter des ÔÇ×AK BaugestaltungÔÇť im Gau K├Âln-Aachen; 1957 Direktor des Institutes f├╝r Schulbau an der RWTH.
Wichtige Bauten: Bis 1945: K├Âln, Schule am Bl├╝cherpark (Baadenberger Str.); K├Âln, Flugplatz Ossendorf; K├Âln, M├╝llverwertungsanlage Niehl; Krefeld, Dt. Edelstahlwerke; Karlsruhe, Rheinstrand-Siedlung; Remscheid, Kleinsiedlung Ehringhausen. ÔÇô Nach 1945: J├╝lich, Kreishaus; Aachen, Chemisches Institut und Studentendorf d. RWTH; D├╝ren, Stadthalle; Erkelenz, Stadthalle; Schleiden, Gymnasium (Erweiterung).
Quelle: Wer ist wer 1962, S.988; Zentralbl. f. Industriebau 8 1962, S.643; Deutsche Bauzeitschrift 11 1963, S.144.

Gustav August Munzer (1887-1973)
Geb. in ├ľrlsdorf (Th├╝ringen); Ausbildung als Maurer und Steinmetz, danach Baugewerkschule und Kunstakademie D├╝sseldorf (W. Kreis); Architekt bei Willroth (Flensburg); Architekt und B├╝rochef bei Thyssen (Tondern); seit 1911 freischaffender Architekt in D├╝sseldorf; 1939 Verleihung des Professorentitels.
Wichtige Bauten: Marineehrenmal Laboe (b. Kiel); D├╝sseldorf, Jugendherberge Oberkassel.
Quelle: Thieme / Becker Bd.XXV, S.278; BDA D├╝sseldorf.

Robert Neuhaus (1864-1934)
Aufsatz in: Denkmalpflege im Rheinland 17 (2000) H.4, S.168-170

Gerd Offenberg (1897-1987)
Geb. in Erwitte; 1919-25 Architekturstudium an TH Darmstadt und TH Stuttgart; Praktikum in K├Âln bei Merrill / Schumacher; 1925-28 Assistent von Schmitthenner; 1928-30 Berlin, Baub├╝ro Siemens AG (Hans Hertlein); 1930-33 ohne Anstellung in Arnsberg / Westf.; 1933-34 Vertreter von Heinz Wetzel auf dem Lehrstuhl f├╝r St├Ądtebau TH Stuttgart; 1934-42 St├Ądtischer Baudirektor in Bremen; 1942-47 Leiter der Hochschule f├╝r Baukunst und bildende K├╝nste Weimar, Leiter des ÔÇ×AK BaugestaltungÔÇť Th├╝ringen; 1948-60 Referent f├╝r St├Ądtebau und Landesplanung bei der Landesregierung Rheinland-Pfalz / St├Ądtebaureferent des Ministeriums f├╝r Finanzen und Wiederaufbau (vermittelt durch Architekt Sch├Ânhagen, Koblenz), daneben Teilnahme an gro├čen Wettbewerben (Bonn: Ausw├Ąrtiges Amt, Beethovenhalle; K├Âln: Domumgebung; Kassel: Stadttheater; Bremen: Marktplatz; Pirmasens: Messe); 1960-67 Chefarchitekt der Bauabteilung des ÔÇ×Volksbundes Deutsche Kriegsgr├Ąberf├╝rsorgeÔÇť M├╝nchen.
Quelle: Offenberg 1974; Nachla├č Offenberg im Deutschen Architekturmuseum, Frankfurt a.M.; Rheinische Heimatpflege 25 1988, S.79f., (Nachruf, verf. v. G├╝nter Schubert).

Kurt Rittershaus (1905-1969)
Geb. in Bonn; Architekturausbildung 1921-23 im B├╝ro Eggling & Sch├Ąfer (D├╝sseldorf / Essen) und bei Alexander Fischer (Duisburg); T├Ątigkeit als Techniker; Wettbewerbserfolg Siedlung Duisburg-Neudorf; Architekturstudium Kunstakademie D├╝sseldorf (Fahrenkamp, de Fries), 1930/31 Assistent bei Prof. Heinrich de Fries; 1931/32 freischaffender Architekt; 1932-36 B├╝ro Junghanns (D├╝sseldorf); ab 1936 wieder freischaffend.
Wichtige Bauten bis 1945: Zahlreiche Wohnbauten; Jugendherbergen Kamp-Lintfort und Ratingen; D├╝sseldorf-Wersten, Luftschutzbunker.
Quelle: BDA D├╝sseldorf.

Rolf Robischon (1907-1989)
Geb. in Wilhelmshaven; Architekturstudium an RWTH Aachen (von Brandis, Hausmann, Karlinger), und TH Berlin-Charlottenburg (Tessenow); Ende der zwanziger Jahre Mitarbeiter von Alexander Klein in Berlin (ÔÇ×Das EinfamilienhausÔÇť); Atelier Rudolf Sch├Ąfer; Studienreisen in Osteuropa und Italien; Heeresbauverwaltung Berlin; w├Ąhrend des Zweiten Weltkrieges in ├ľsterreich ans├Ąssig; nach 1945 technischer Angestellter der Bayerischen Verwaltung der Schl├Âsser, G├Ąrten und Seen (R. Esterer); ab 1949 freier Architekt in Pr├╝m, 1950 Dozentur Staatsbauschule (sp├Ąter: FH) Trier (ab 1971 als Professor); Bauernhaus- und Dorfaufnahmen; Initiator des Freilichtmuseums Roscheider Hof in Konz bei Trier.
Quelle: Ulrich Haas: Rolf Robischon zum 80. Geburtstag. In: Eine Freundesgabe der Hausforschung f├╝r Rolf Robischon. Hrsg. v. Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof unter Mitwirkung d. Arbeitskreises f. Hausforschung, Konz 1988, S.1-8, (Schrifttumsverzeichnis: ebd., S.173-181).

Bernhard Rotterdam (1893-1974)
Geb. in Langenfeld-Immigrath, Sohn eines Bauunternehmers; Architekturstudium an der Staatsbauschule K├Âln (bis 1920), danach 1922-25 Kunstakademie D├╝sseldorf, Meistersch├╝ler von Emil Fahrenkamp; freier Architekt in (Bergisch Gladbach-) Bensberg.
Wichtige Bauten und Lebenslauf s. Wilhelm Gladbach: Architekt mit eigener Handschrift. In: Rheinisch-Bergischer Heimatkalender 1963, S.47-52.

Benno Schachner (1902-1987)
Geb. in Freising; 1921-25 Architekturstudium an der TH M├╝nchen (Th. Fischer); Referendariat bei der Oberpostdirektion M├╝nchen (ÔÇ×bayerische PostbauschuleÔÇť, Robert Vorhoelzer), danach freier Architekt zusammen mit seinem Vater Richard Schachner (gestorben 1936) in M├╝nchen; 1932 Habilitation an der RWTH Aachen, Lehrauftrag f├╝r landwirtschaftl. Bauwesen, 1938 Ernennung zum Professor, 1939 nach Schlie├čung der RWTH Versetzung an die TH Br├╝nn; ab 1946 Gastprofessur, sp├Ąter Lehrstuhl f├╝r landwirtschaftliches Bauwesen (und Krankenhausbau) RWTH Aachen.
Wichtige Bauten: In den 30er Jahren st├Ądtebaul. Planungen f├╝r Heimbach / Eifel; 1948/49 Kleve / Goch, Reichswaldsiedlung; 1953-56 Leverkusen, St├Ądt. Krankenhaus; 1971-83 Aachen, Klinikum der RWTH (mit Weber, Brand & Partner).
Quelle: Kongress 1947, S.217.

Ren├ę von Sch├Âfer (1883-1954)
Geb. in Teheran; Vater Diplomat; 1902-1907 Studium der Rechtswissenschaften in Bonn und Budapest; Architekturstudium an der TH M├╝nchen, Assistent von Theodor Fischer (Stadtplanungen f├╝r Memmingen, Augsburg, M├╝nchen); umfangreiche baugeschichtliche und arch├Ąologische Studien (u. a. in Pompeji im Auftrag des Deutschen Arch├Ąologischen Institutes); ab 1926 an der RWTH Aachen Inhaber des Lehrstuhles f├╝r Formenlehre / Bauformenlehre / St├Ądtebau und Baugestaltung (1937 Ruf nach Stuttgart abgelehnt), 1943 emeritiert (jedoch weiterhin Abhaltung von Lehrveranstaltungen).
Wichtige Bauten nach 1945: Rath├Ąuser i. Schleiden, Ratheim, J├╝lich; Schulen i. Hilfarth und Schleiden (Gymnasium); zahlreiche Stadtplanungen und st├Ądtebauliche Gutachten, u. a. f├╝r Aachen, J├╝lich, H├╝ckelhoven, Solingen; Aachen, St. Jakob.
Quelle: Jahrbuch d. RWTH Aachen 6 1954, S.37f., (Nachruf, verf. v. R. Robischon).

Julius Schulte-Frohlinde (1894-1968)
Geb. in Bremen; Achitekturstudium in Stuttgart und M├╝nchen (Paul Bonatz); Teilnahme am Ersten Weltkrieg; Assistent von Paul Bonatz; freier Architekt in M├╝nchen; Mitarbeiter von Adolf Abel im St├Ądtischen Hochbauamt K├Âln; 1929-34 St├Ądtischer Baurat in N├╝rnberg, Beginn der Zusammenarbeit mit Albert Speer am Reichsparteitagsgel├Ąnde; 1934 stellvertretender Leiter des Amtes ÔÇ×Sch├Ânheit der ArbeitÔÇť, Aufbau und Leitung einer DAF-eigenen Bauabteilung, Leiter der Planungsabteilung des Reichsheimst├Ąttenamtes; 1938 Leiter des ÔÇ×Arbeitskreises Baugestaltung im NSBDTÔÇť; 1941 (nicht wie bei Durth 1938) Verleihung des Professorentitels durch Hitler; 1939 Kriegseintritt, 1941 R├╝ckzug aus der Leitung des DAF-Baub├╝ros und aus der DAF; Entwurfsb├╝ro in M├╝nchen; ab 1943 Professur an der TH M├╝nchen als Nachfolger Bestelmeyers; 1943/44 Mitglied des ÔÇ×WiederaufbaustabesÔÇť Speers (zust├Ąndig f├╝r Bonn); 1945-52 freier Architekt in Bremen, BDA-Landesvorsitzender; 1952-59 Leiter des St├Ądtischen Hochbauamtes D├╝sseldorf.
Quelle: Durth 1986, (Taschenbuchausgabe 1992, S.515); Durth / Gutschow 1988, S.226f.; Kieser 1991, S.58-81.
Nicht im Literaturverzeichnis aufgef├╝hrte Publikationen von Schulte-Frohlinde: Das schlichte deutsche Grabmal. Hrsg. v. Karl Ulrich, bearb. v. J. Schulte-Frohlinde, N├╝rnberg / Berlin o.J. [1934]; Artikel ÔÇ×Kraft durch FreudeÔÇť, ÔÇ×N├╝rnbergÔÇť, ÔÇ×SchulungsburgenÔÇť, in: Wasmuths Lexikon der Baukunst. Bd.5, Nachtrag A-Z, Berlin 1937, S.334-336, S.410-413, S.494-496; Der Stuttgarter Wettbewerb Gemeinschaftssiedlung M├╝hlhausen. In: Bauen, Siedeln, Wohnen 17 1937, S.405-410; Die Internationale Handwerksausstellung ÔÇô wie der Architekt sie sieht. In: ebd. 18 1938, S.285-287; Die Internationale Handwerksausstellung 1938. In: ebd., S.390-392; Der Wiederaufbau D├╝sseldorfs. In: D├╝sseldorfer Nachrichten 18.7.1953.
Literatur zu unter Leitung Schulte-Frohlindes errichteten Bauten (in Klammern: Verfasser):
1. Wichtigste Sammelver├Âffentlichungen:
Sonderheft Bauen, Siedeln, Wohnen 19 1939, S.548-580 (div.); Bauten der Bewegung. Bd.1 d. Buchreihe des Zentralblatts der Bauverwaltung, hrsg. i. Preu├č. Finanzministerium, 2., verb. Aufl., Berlin 1939; ├ťber k├╝nstlerischen Schmuck an Bauten der Gegenwart. In: Baugilde 23 1941, S.289-296 (Baier); Bremen baut. In: Baumeister 48 1951, S.209-240 (Schulte-Frohlinde); Bremen und seine Bauten 1900-1951. Hrsg. v. Carl Thalenhorst, Bremen o.J. 1952; Stadtplanung und st├Ądtische Bauten in D├╝sseldorf. Hrsg. v. Oberstadtdirektor d. Stadt D├╝sseldorf, D├╝sseldorf 1955 (Schreier); Arbeiten des st├Ądtischen Hochbauamtes D├╝sseldorf. In: Die Bauverwaltung 5 1956, S.140-159 (Schulte-Frohlinde); Schulte-Frohlinde: Baukunst zwischen gestern und heute. D├╝sseldorf 1960.
2. Zu einzelnen Bauten:
Einfamilienhaus bei K├Âln: Baumeister 29 1932, S.240.
Pathologisches Institut N├╝rnberg: Zentralblatt der Bauverwaltung 52 1932, S.277-280; Baumeister 29 1932, S.203
Hauptumspannwerk N├╝rnberg: Zentralblatt der Bauverwaltung 52 1932, S.521-523 (Schulte-Frohlinde).
Landwirtschaftsgeb├Ąude der Erziehungsanstalt Puckenhof bei N├╝rnberg: Baumeister 32 1934, S.120f. u. Tafel 37-39.
St├Ądtisches Gaswerk N├╝rnberg: Zentralblatt der Bauverwaltung 54 1934, S.49-53 (Schulte-Frohlinde).
Ehrentrib├╝ne Luitpoldarena N├╝rnberg: Zentralblatt der Bauverwaltung 54 1934, S.473f. (Schulte-Frohlinde); Bauen, Siedeln, Wohnen 18 1938, S.262.
DAF-Gauverwaltung Essen: Zentralblatt der Bauverwaltung 58 1938, S.723-732 (Schulte-Frohlinde); Moderne Bauformen 37 1938, S.233-248 (Schulte-Frohlinde).
DAF-Gemeinschaftshaus Berlin: Zentralblatt der Bauverwaltung 58 1938, S.1159-1173; Bauen, Siedeln, Wohnen 18 1938, S.178-187 (Cohrs); Moderne Bauformen 37 1938, S.517-536 (Hoffmann).
DAF-Zentralb├╝ro Berlin: Zentralblatt der Bauverwaltung 60 1940, S.443-454 (Remmelmann / Br├╝ckner); Bauen, Siedeln, Wohnen 20 1940, S.460-474 (Remmelmann).
DAF-Schulungsburg Sassnitz: Zentralblatt der Bauverwaltung 56 1936, S.857-874; Baumeister 34 1936, S.361-374 (Harbers).
DAF-Schulungsburg Erwitte: Zentralblatt der Bauverwaltung 56 1936, S.25-36 (Schulte-Frohlinde); Baumeister 34 1936, S.145-159 u. T.47-53 (Harbers); Bauen, Siedeln, Wohnen 16 1936, S.3-6; Bauen, Siedeln, Wohnen 19 1939, S.169-180 (Eggerstedt).
Lehrsiedlung Braunschweig-Mascherode: Bauen, Siedeln, Wohnen 17 1937, S.66f. (Rogler); Bauen, Siedeln, Wohnen 17 1937, S.579-581; Bauen, Siedeln, Wohnen 17 1937, Kunstdruckteil S.34-36 (Brandt); Bauen, Siedeln, Wohnen 19 1939, S.440-468 (Brandt);Zentralblatt der Bauverwaltung 59 1939, S.29-35; Heimatleben 3 1940; S.132-135 (Brandt).
KdF-Olympiastadt Berlin: Bauen, Siedeln, Wohnen 16 1936, S.308f.; Zentralblatt der Bauverwaltung 56 1936, S.1085-1103 (Schulte-Frohlinde).
KdF-Stadt Parteitag 1937 N├╝rnberg: Bauen, Siedeln, Wohnen 17 1937, S.528f.
Entwurf DAF-Seemannsheim Hamburg: Abb. i.: Bauen, Siedeln, Wohnen 18 1938, S.262.
Entwurf Adolf-Hitler-Schule Hesselberg / Franken: Bauen, Siedeln, Wohnen 19 1939, S.648-653 (Eggerstedt); Abb. i.: Bauen, Siedeln, Wohnen 18 1938, S.1.
Ausstellung ÔÇ×Gesundes leben ÔÇô Frohes SchaffenÔÇť: Bauen, Siedeln, Wohnen 18 1938, S.633-635 u. S.636-645 (Remmelmann).
Opernhaus D├╝sseldorf: Baumeister 53 1956, S.609-617 (Bonatz); Die Bauverwaltung 5 1956, S.524-530 (Weil); Die Deutsche B├╝hne 1 1957, S.128-130 (Schulte-Frohlinde); Die Bauzeitung 64 1959, S.326f.
Annette-von-Droste-H├╝lshoff-Schule D├╝sseldorf-Benrath: Die Bauverwaltung 8 1959, S.17-20 (Schirmer); Die Bauzeitung 64 1959, S.330-332.
Volksschule Lacombletstra├če D├╝sseldorf: Die Bauzeitung 64 1959, S.206f.
Volksschule Freiligrathplatz D├╝sseldorf: Die Bauzeitung 64 1959, S.333.
Adolf-Klarenbach-Schule Walter-Rathenau-Stra├če D├╝sseldorf: Die Bauzeitung 64 1959, S.208f.
Altenheim ÔÇ×Haus FleheÔÇť D├╝sseldorf-Flehe: Die Bauzeitung 64 1959, S.328f.
Europahalle D├╝sseldorf: Die Bauverwaltung 3 1954, S.35-41; Baumeister 50 1953, S.10-15; Deutsche Bauzeitschrift 4 1956, S.993-997; Die Bauzeitung 64 1959, 193.
Viergeschossige Ausstellungshalle D├╝sseldorf: Die Bauverwaltung 3 1954, S.35-41.
Dreigeschossige Ausstellungshalle D├╝sseldorf: Die Bauverwaltung 7 1958, S.389-394; Die Bauzeitung 64 1959, S.194f.
Stadtbibliothek a. d. Berliner Allee D├╝sseldorf: Deutsche Bauzeitschrift 5 1957, S.1078-1083 (Nagel); Abb. i.: Bauwelt 48 1957, S.255; Die Bauzeitung 64 1959, S.210f.
St├Ądtisches Verwaltungsgeb├Ąude Marktplatz D├╝sseldorf und ÔÇ×D├╝sseldorfer ArchitektenstreitÔÇť: Durth 1986, S.277-312; D├╝sseldorfer Heimatbl├Ątter 20 1954, S.2-6 (Schulte-Frohlinde); D├╝sseldorfer Amtsblatt 19.12.1953; Neue Bauwelt 7 1952, S.188, S.238, S.307f., S.561; Bauen und Wohnen 7 1952, S.169, S.487f.; Baukunst und Werkform 5 1952 H.3, S.5f., H.9, S.3-5, H.10, S.36-39; Baumeister 50 1953, S.116; Der Spiegel 29.10.1952; Rheinischer Verein f├╝r Denkmalpflege und Heimatschutz, Mitteilungsblatt 1952 H.10-12 [Januar-M├Ąrz 1953], S.6f.; Der Deutsche Werkbund ÔÇô 1907, 1947, 1987,... Ausstellungskatalog, Frankfurt 1987, S.60; D├╝sseldorfer Nachrichten 1952: 6.3., 10.3., 29.4., 30.4., 11.6., 5.7., 10.7., 22.7., 9.8., 14.8., 21.8., 2.9., 3.9.. 2.10., 18.10., 28.11., 6.12., 11.12., 17.12., 24.12.; ebd. 1953: 15.1., 18.3., 23.5., 18.6., 4.7., 9.7., 29.7., 7.11.; Rheinische Post 1952: 30.4., 11.6., 10.7., 29.7., 9.8., 14.8., 16.8., 21.8., 26.8., 15.10.

Hans Schwippert (1899-1973)
Geb. in Remscheid; Architekturstudium ab 1919 an TH Hannover und TH Darmstadt, 1920-23 an der TH Stuttgart; 1924 im Atelier E. Mendelsohn (Berlin); 1927-34 Lehrer an der Werkkunstschule Aachen, daneben als freier Architekt Zusammenarbeit mit Rudolf Schwarz; 1936-46 Lehrbeauftragter f├╝r Handwerkskunde (Werklehre) RWTH Aachen, 1938-43 Mitarbeiter der ÔÇ×Deutschen WarenkundeÔÇť; 1944/45 (nach Kriegsende) Mitarbeiter der Verwaltung der Stadt Aachen; 1945/46 Leiter der Abteilung Wiederaufbau des Oberpr├Ąsidiums der Nordrhein-Provinz; 1946-62 Lehrstuhl f├╝r Werklehre und Wohnbau an der RWTH Aachen, 1946-66 Leitung einer Klasse f├╝r Baukunst an der Kunstakademie D├╝sseldorf (1956-66 Leitung der Kunstakademie); Wieder- bzw. Mitbegr├╝nder von Werkbund und Rat f├╝r Formgebung.
Quelle: Hans Schwippert. Denken, Lehren, Bauen, D├╝sseldorf 1982, ( = Architektenkammer NRW, Deutsche UNESCO-Kommission: Architektur und Denkmalpflege 21), S.198-201, (m. Werkverzeichnis).

Ernst Stahl (1882-1957)
Geb. in Cannstadt; Architekturstudium an der TH Stuttgart (Fischer, Bonatz), Kunstgeschichte-Studien in Bonn, Assistent bei Paul Clemen; gemeinsame Arbeit mit Ernst Brand (Trier); 1911-39 freier Architekt in D├╝sseldorf-Oberkassel (daselbst zahlreiche Wohnbauten); 1911 leitender Architekt der Rheinischen Bauberatungsstelle; T├Ątigkeit f├╝r den Provinzialkonservator (Wiederaufbau / Restaurierung rheinischer Burgen: Eltz, Freusburg, Thurant, Stahleck, Monschau, Blankenheim, Burg); seit den zwanziger Jahren f├╝r das Rheinische Jugendherbergswerk t├Ątig, zun├Ąchst als Berater bei der Einrichtung von Herbergen auf Burgen (Stahleck und Freusburg, sp├Ąter Monschau, Blankenheim und Burg), daneben 1926 Musterjugendherberge auf der Gesolei-Ausstellung D├╝sseldorf, in der Folge Planung fast aller bis 1933 durch den Landesverband Rheinland des Deutschen Jugendherbergswerks errichteter Neubauten; 1940-41 Bauleiter OT Wiesbaden; 1941-42 Reichsautobahnbau M├╝nchen; 1942 freier Architekt; 1943-44 Stadtverwaltung Krakau; nach 1945 freier Architekt in D├╝sseldorf; Wiederaufbau der Jugendherbergen Blankenheim, Gem├╝nd, Hellenthal, Pr├╝m, z. T. Kleve.
Quelle: BDA D├╝sseldorf; Karl Lehmann: Ernst Stahl, dem Burgenbauer, zum Ged├Ąchtnis. In: D├╝sseldorfer Kulturkalender 3 1958 1.-15.2.1958, S.38f.; T├Ątigkeitsbericht d. DJH-LR 1957/58; Der Mittag 18.7.1957; Brief W.G. Stahl an DJH-LR 5.1.1985, (d. Verf. frdl. z. Verf├╝gung gestellt v. E. Froese, DJH-LR); Mitteilungen d. RVDH 5 1911, S.147-157.

Rudolf Steinbach (1903-1966)
Geb. in Wuppertal; Architekturausbildung an der Kunstgewerbeschule Wuppertal und am Polytechnikum Friedberg, 1929/30 Gasth├Ârer an der TH Stuttgart; freier Architekt in Heidelberg (mit H. Hampe); 1940-45 mit Rudolf Schwarz, Emil Steffann, Alfons Leitl Wiederaufbauplanungen in Lothringen, Leiter des Wiederaufbauamtes Diedenhofen; Wehrdienst; nach 1945 wieder freier Architekt in Heidelberg, st├Ąndiger Mitarbeiter von ÔÇ×Baukunst und WerkformÔÇť; 1951-1966 Ordinarius f├╝r Baukonstruktionslehre an der RWTH Aachen; Zusammenarbeit mit Rudolf Schwarz.
Wichtige Bauten: Heidelberg: div. Wohnh├Ąuser, Wiederaufbau Alte Br├╝cke, Feuerwache; Wiederaufbau Kloster Neuburg; Erneuerung w├╝rtt. Schl├Âsser; Kirchen i. S├╝chterscheid, Herkenrath, Gevelsberg; Aachen, Rationalisierungsinstitut und Erweiterung d. Architekturabteilung Schinkelstr. d. RWTH, Zentralfeuerwache Stolberger Str.; m. R. Schwarz: Kirchen i. Andernach (St. Albert), D├╝ren (St. Anna), Frechen (Maria K├Ânigin); D├╝sseldorf, Gemeindezentrum St. Lambertus; Wiederaufbau Kirche Johannesberg / Rhld.
Quelle: Deutsche Bauzeitschrift 11 1963, S.916; Wer ist wer 1962, S.1520.

Heinrich Wolfgang (Heinz) Tillmanns (1911-1959)
Geb. in Erkelenz; ab Herbst 1930 Architekturstudium an der TH Stuttgart, Sommersemester 1933 in Berlin bei Tessenow, Diplom M├Ąrz 1936, danach kurzzeitig Assistent von Bonatz in dessen B├╝ro; im Sommer 1936 dort von Hermann Giesler abgeworben und bis 1945 in Gieslers M├╝nchner B├╝ro t├Ątig (Planungen f├╝r M├╝nchen-S├╝d und Augsburg); nach Kriegsende 1945 R├╝ckkehr nach Erkelenz, dort freier Architekt und Berater der Stadt im Wiederaufbau (Zusammenarbeit mit Stadtdirektor Jost); 1959 an den Folgen eines Autounfalls gestorben.
Wichtige Bauten: Erkelenz, Rathaus, Wiederherstellung des Bahnhofs, Krankenhaus; Mechernich, Chirurgie; M├Ânchengladbach, Krankenhaus Maria-Hilf; Krefeld, Firmengeb├Ąude Zangs AG; Wohnbauten; Kirchenbauten: Sicherung und Wiederherstellung des Turmes von Erkelenz, St. Lambertus; Breberen, St. Maternus (Wiederaufbau 1954); Herrath, Kapelle Christus K├Ânig (Umbau eines vorhandenen Lagerschuppens, 1953); Sonsbeck-Hamb, Kloster St.Bernardin, Kapelle (1957); Oberbruch-Eschweiler, St.Andreas (1958); Hetzerath, Kath. Kirche (Erweiterung 1953).
Quelle: Mdl. u. schriftl Auskunft Hedwig Tillmanns, Erkelenz 29.6.1993.

Theodor Veil (1879-1965)
Geb. in Mercara (Ostindien); Vater Missionar; Jugend in S├╝ddeutschland, u. a. Ulm; Architekturstudium an der TH M├╝nchen (Fr. von Thiersch, K. Hocheder, G. von Seidl), 1903 Dipl.Ing.; Stadtbauamt M├╝nchen, B├╝ro Peter Behrens D├╝sseldorf, Assistent von Hocheder an der TH M├╝nchen, freier Architekt in M├╝nchen; Mitglied des Werkbundes; ab 1919 an der RWTH Aachen Inhaber des Lehrstuhls f├╝r Architektur / B├╝rgerliche Baukunst und St├Ądtebau / Entwerfen von Hochbauten, St├Ądtebau, Innenausstattung und M├Âbel (Nachfolge von K. Henrici); 1944 Emeritierung.
Wichtige Bauten: Rath├Ąuser i. Rudolstadt und Limbach i.S.; 1927-29 Elektrotechn.-Physikal. Institut d. RWTH Aachen Schinkelstr. (Rogowski-Institut); Aachen, Kongre├čgarage (1924); Ulm, Martin-Luther-Kirche (1926-28); HJ-Heime Lammersdorf, M├╝tzenich, Schleiden; Jugendherberge Hellenthal; Rath├Ąuser i. ├ťbach-Palenberg und T├╝ddern; Umbau Schlo├č B├╝rgeln; K├Âln, Gesch├Ąftshaus Schwerthof.
Quelle: Alma Mater Aquensis 4 1966, S.159, (Nachruf, verf. v. W. Weyres); Deutsche Bauzeitung 7 1959, S.1110; Moderne Bauformen 7 1908, S.409-437.

Hans Albert Voss (1908-1954)
Geb. in Velbert; 1918-27 Gymnasium Velbert, dort Bekanntschaft mit Ehlen; 1927-29 Schreiner- und Tischlerlehre in Bochum (Firma J. Dickerhoff), dort Bekanntschaft mit K├╝kelhaus; 1929 Arbeit in v├Ąterlicher Schreinerei; 1929-33 Architekturstudium an der TH Stuttgart (Schmitthenner), dazwischen 1931-32 Baupraktikum; 1933 ohne Abschlu├č von Ehlen und Fliether nach Velbert ins B├╝ro Fliether geholt, ab 1934 Betreuer und Bauleiter (ÔÇ×SiedlungsfachberaterÔÇť) der Siedlung Langenhorst bei Velbert; ab 1937 Siedlung Kaldenberg bei Mettmann; nach 1945 eigenes B├╝ro in Mettmann.
Wichtige Bauten: Bochum, Wohnhaus Dickerhoff; Velbert, Industrie- und Handelskammer, Siedlung Langenhorst (Bauleitung und M├Âbelentw├╝rfe); Mettmann, Siedlung Kaldenberg. ÔÇô Nach 1945: Wuppertal-Vohwinkel, Siedlung Am Osterholz; zahlreiche st├Ądtebauliche Entw├╝rfe und Bebauungspl├Ąne (u. a. Projekt Frechen, Siedlung Am Stadion); Betreuung von Siedlergruppen in Mettmann, Velbert, Heiligenhaus, Solingen, M├╝lheim.
Quelle: Mdl. Auskunft Adelheid Jacobitz-Voss, Ratingen-Lintorf.

 

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